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Geldbeutelwäsche am Dorfbrunnen: Die Schellbronner Narren um Schellau-Vizepräsident Jens Machirus (links) waschen ihre leeren Geldbeutel aus. Fux
Geldbeutelwäsche am Dorfbrunnen: Die Schellbronner Narren um Schellau-Vizepräsident Jens Machirus (links) waschen ihre leeren Geldbeutel aus. Fux
10.02.2016

Die Faschings-Saison 2015/16 hat sich gewaschen

Drei Monate Narretei sind vorbei. Neun Monate müssen die Hexen, Geister, Büttenredner und Gardetänzer in der Region nun wieder auf den Start der Fasnet warten. Dann beginnt die Kampagne 2016/17. Und was bleibt von der abgelaufenen? Der Frage ist die PZ-Redaktion nachgegangen.

Zu kurz sei sie gewesen, stöhnt so mancher Narr von Ersingen bis Wimsheim. Die Tage zwischen dem Schmotzigen Donnerstag und dem Fasnetsdienstag lagen recht früh im Februar. Die närrische Pause in der Adventszeit einbezogen, mussten die Karnevalsvereine vom 11. November an ihre Aktionen auf wenige Wochen bündeln. Zum Trost für alle Narren: Kommendes Jahr liegt Rosenmontag am 27. Februar. 2019 erst am 4. März. Dann gibt es sogar fast vier Monate Jubel, Trubel, Heiterkeit.

Für Frohsinn sorgten diesmal neue Gruppen in der Fasnet: So waren die „Dorfdira“ mit dabei, als der Tiefenbronner Carnevalsverein mit über 300 Teilnehmern zum Schellbronner Nachtumzug mitmachte. Beim Umzug in Ersingen hatten die Rainwald-Hexen ihre Fasnetpremiere. Und die zehnjährige Mia Uhr feierte ihr Debüt als neues Funkenmariechen des Narrenbunds Kakadu, der in diesem Jahr sein 55-jähriges Bestehen begeht. Ein weiterer närrischer Geburtstag: Die Bietschellen, die älteste Neuhausener Häsgruppe, gibt es seit 22 Jahren.

Ungewöhnlich waren die Prunksitzungen der „Klemmer“ – zumindest der Ort. Da in der Gräfenhausener Sixthalle Flüchtlinge untergebracht sind, verlor die Faschingsgesellschaft ihre närrische Heimat. Die „Klemmer“ verlegten ihre Prunksitzung im November in die Adolf-Krämer-Halle in Niebelsbach und im Januar in die Schwanner Turn- und Festhalle. Die Narren aus Schellbronn hatten sogar eine gemeinsame Sitzung in der Bietgemeinde angeboten. Wie eng die Freundschaften unter den Narren sind, zeigte sich auch in Neuhausen. Der Kinderprinz Robin ist der Sohn von Wimsheims Hurrassel-Chef Andreas Hummel. Der Schlachtruf der jungen Narren: „Hau-Hu-Rassel“.