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Weg ist der Baum: Heinz Fritz Kopp stellt seinen Fuß auf den Rest der „Geburtstagskastanie“.   Faulhaber
Weg ist der Baum: Heinz Fritz Kopp stellt seinen Fuß auf den Rest der „Geburtstagskastanie“. Faulhaber
18.02.2016

Die „Geburtstagskastanie“ ist weg und ihr Pflanzer ist betroffen

Königsbach-Stein. Vor 29 Jahren, zur Geburt seines Sohnes, hat Heinz Fritz Kopp auf einem Grundstück der Gemeinde gegenüber seinem Wohnhaus an der Mühlstraße in Stein eine Kastanie gepflanzt. „Mit Genehmigung“, betont der 80-Jährige. Nun fiel der prächtige Baum, ebenso wie die etwa gleichaltrige Robinie ein paar Meter weiter, der Säge zum Opfer.

Kopp ist fassungslos. Einige Nachbarn auch, andere freuen sich indes über mehr Licht vor ihren Fenstern. Das Steiner Urgestein fragt sich, ob „die Blüten, die Blätter, die Kastanien“ wirklich so unzumutbar geworden sind und ob Zurückschneiden keine Option gewesen wäre. Er bezweifelt, dass die Wurzeln über kurz oder lang das Betonpflaster des Parkplatzes angehoben hätten und die Robinie tatsächlich an den Wurzeln kränkelte, wie er bei der Aktion informiert worden war. Auf jeden Fall, meint er ironisch, sei die Verkehrssicherheit jetzt hergestellt.

Dazu sagte Bürgermeister Heiko Genthner auf Anfrage: „Wir sind verpflichtet, regelmäßig Sachverständige zur Kontrolle hinzuzuziehen.“ Dabei sei festgestellt worden, dass die beiden Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen. Etwas Entsprechendes werde natürlich wieder dort gepflanzt.