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Das Wildtier des Jahres 2011, der Luchs, verschmäht bisher noch den Nordschwarzwald.
Die Luchse scheuen den Nordschwarzwald noch © Seibel
17.01.2011

Die Luchse scheuen den Nordschwarzwald noch

PFORZHEIM. Das Wildtier des Jahres 2011, der Luchs, verschmäht bisher noch den Nordschwarzwald. Dabei wäre doch für die größte in Europa lebende Katzenart, die ein großes Revier benötigt, eigentlich ein genügend großer Auslauf in den Wäldern der Region vorhanden - so sollte man meinen. Allerdings ist dem nicht so. So verweist Guido Wölfle, Forstbereichsleiter im Landratsamt Enzkreis, darauf, dass im heimischen Wald zu viele Leute unterwegs seien, die das sehr scheue Tier stören würden.

"Wenn sich das Biotop Wald nicht zu seinem Nachteil verändert hätte, wäre der Luchs noch da", ist der Wald- und Forstexerte überzeugt. Auch Gerold Vitzthum, der Vorsitzende des Naturschutzbundes Pforzheim/Enzkreis (Nabu) hält zwar den Nordschwarzwald für ein denkbares Refugium des Luchses, sieht aber ebenso das Problem einer zu großen Besiedlung. Kaum jemand dürfte schon das Wildtier des Jahres in freier Wildbahn gesehen haben. Immerhin sind Mitte des Jahres im Pforzheimer Wildpark drei Luchse zur Welt gekommen, die man sogar bei der Fütterung beobachten kann.