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Los geht es mit den Plakaten: Enzkreis-Kandidat Thomas Knapp und Paul Renner (hinten von rechts) zeigen den Genossen, wie er werben will. Foto: Kollros
Los geht es mit den Plakaten: Enzkreis-Kandidat Thomas Knapp und Paul Renner (hinten von rechts) zeigen den Genossen, wie er werben will. Foto: Kollros
24.01.2016

Die SPD im Enzkreis will kämpfen

Sieben Wochen vor dem Urnengang zur Landtagswahl und ein Tag nach dem Landesparteitag hat der SPD-Kandidat Thomas Knapp gestern die Wahlkampfhelfer in den 24 Städten und Gemeinden seines Wahlkreises zum Start in die heiße Phase eingeladen. 70 bis 80 getreue Genossen und Sympathisanten dürften es in Knapps Firmensitz im Büroturm hoch überm Industriegebiet in Mühlacker gewesen sein, die sich auch gegenseitig Mut machten. Auf dass es am 13. März doch nicht so schlimm kommen möge. Umfragen sagen derzeit 13 bis 15 Prozent für die Volkspartei voraus.

„Das war anfangs schon konsternierend, aber jetzt bin ich schon wieder hoffnungsvoll optimistisch“, meint etwa Elli Marx, parteilose Stadträtin in den Reihen der SPD-Gemeinderatsfraktion in Mühlacker. Sie ist überzeugt, dass sich jeder SPD-Getreue spätestens vor seiner Stimmabgabe auf seine Grundeinstellung besinnen werde. Marx selbst prognostiziert ein Ergebnis von „20 Prozent plus“. „Es kann nur noch besser werden“, meint der Dürrmenzer Bernd Hagenbuch. Die Flüchtlingsdebatte überlagere momentan jede Sachdiskussion, aber er ist überzeugt, dass das Wahlvolk bei den Sachthemen wieder mehr differenziere.

Mit Solarstrom zu den Wählern

Kandidat Knapp erläuterte seinen Gästen seine Wahlkampfführung. Möglichst viele Menschen wolle er treffen, und deshalb beabsichtige er, in allen 64 einzelnen Ortsteilen seines Wahlkreises präsent zu sein. Er werde im übrigen einen „CO2-freien Wahlkampf“ führen, denn alle drei eingesetzten Fahrzeuge seien Elektromobile, die mit Solarstrom fahren.

Unter den Besuchern seines Weißwurst-Frühschoppens war auch die Bundestagsabgeordnete Katja Mast, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Jochen Protzer, und Knapps Vater, der Mühlacker Alt-OB und Ehrenbürger Gerhard Knapp.

Die Umfragetiefs dämpfen zumindest bei den Besuchern in Mühlacker nicht die Kampfeslust. 2011 sei man ebenfalls lange miserabel in Umfragen dagestanden, sagen manche. „Das können wir wieder drehen“, glaubt der Kelterner SPD-Kreisrat Ludwig Oßwald. Und Knapps Wahlkampfmanager Bodo Knechtel aus Heimsheim erlebt in einigen Orten, beispielsweise im Biet, mehr Rückenwind durch Helfer als 2011.