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Im Gespräch mit Feuerwehrführungskräften aus dem Kreis Calw (von links): Volker Velten vom Innenministerium, Kreisdezernent Joachim Bley, CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Blenke, Bürgermeister Matthias Leyn, Landesbranddirektor Karsten Homrighausen, Schömbergs Kommandant Rainer Zillinger, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Klaus Ziegler sowie Calws Kreisbrandmeister Hans-Georg Heide. Foto: Recklies
Im Gespräch mit Feuerwehrführungskräften aus dem Kreis Calw (von links): Volker Velten vom Innenministerium, Kreisdezernent Joachim Bley, CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Blenke, Bürgermeister Matthias Leyn, Landesbranddirektor Karsten Homrighausen, Schömbergs Kommandant Rainer Zillinger, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Klaus Ziegler sowie Calws Kreisbrandmeister Hans-Georg Heide. Foto: Recklies
26.03.2017

Die Sorgen der Feuerwehrleute in Schömberg: Wenig Nachwuchs, viel Last für Kommmandanten

Schömberg. Wenn der Schömberger Gesamtkommandant Rainer Zillinger Experten zu den Schömberger Gesprächen ruft, dann gibt es kaum jemanden, der sich der Einladung entzieht. Jetzt tauschte sich Baden-Württembergs oberster Feuerwehrmann, Landesbranddirektor Karsten Homrighausen, mit Führungskräften aus dem Landkreis Calw über aktuelle Anliegen aus.

Von Führungskräften bei der Feuerwehr erwarte er angesichts der sich verändernden und zunehmenden Aufgaben „Selbstreflexions- und Kritikfähigkeit“, sagte Homrighausen, schließlich stünden gerade die Freiwilligen Feuerwehren vor besonderen Herausforderungen durch demografische Entwicklung, Migration, neue Gefahrenlagen und den schonenden Einsatz von Ressourcen.

Mit auf dem Podium waren CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Blenke, Kreisdezernent Joachim Bley, Feuerwehrverbandsvorsitzender Klaus Ziegler, Kreisbrandmeister Hans-Georg Heide, der heute im Innenministerium tätige ehemalige Pforzheimer Feuerwehrkommandant Volker Velten und Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn. Erfreulich, so Thomas Blenke, sei, dass das Land in diesem Jahr vier Millionen Euro mehr Feuerschutzsteuer verteilen könne als im Jahr zuvor. Ihm sei es zudem gelungen, die bei Hilfsorganisationen wachsenden Sorgen wegen des Ausbleibens von Nachwuchskräften auf die Agenda zu setzen. Man habe daher Mittel für eine Werbekampagne fürs „Ehrenamt unterm Blaulicht“ eingestellt. Ein anderes Problemfeld ist die Bewältigung der Aufgaben durch die Kommandanten. Hier sei es dringend erforderlich, professionelle Hilfe zu bekommen, machten die Wehrleute deutlich. Dann würden sich vielleicht auch wieder mehr Wehrleute dazu bereit erklären, Verantwortung an der Spitze zu übernehmen. Für Homrighausen gibt es dabei zwei Ansätze. Einerseits das Verteilen von Aufgaben auf mehrere Schultern, andererseits die stärkere Unterstützung durch die Kommunen – sei es durch hauptamtliche Kommandanten oder Gerätewarte oder durch die Übernahme von Verwaltungsaufgaben. Feuerwehrleute drängen auch auf regionale Aus- und Fortbildungszentren. Hier habe man sich auf Landesebene eine Denkpause verordnet, so Homrighausen, vom Tisch sei das Ansinnen nicht. Sorgen bereitet den Feuerwehrkräften auch das seit Jahren auf die lange Bank geschobenen Thema Digitalfunk.