nach oben
Zügigen Schrittes war die PZ-Wandergruppe unterwegs von Engelsbrand nach Langenbrand.   Gegenheimer
Zügigen Schrittes war die PZ-Wandergruppe unterwegs von Engelsbrand nach Langenbrand. Gegenheimer
Für ein Ständchen in Ehren ist immer noch Puste! Wanderführer Manfred Strobel (mit Mundharmonika) und sein Kollege Erwin Haller (rechts) nach dem Eintreffen der Wandergruppe am SWV-Fest in Grunbach.
Für ein Ständchen in Ehren ist immer noch Puste! Wanderführer Manfred Strobel (mit Mundharmonika) und sein Kollege Erwin Haller (rechts) nach dem Eintreffen der Wandergruppe am SWV-Fest in Grunbach.
06.08.2017

Die Wanderung mit dem gewissen Etwas

Auf eine „PZ-Wanderung plus“ nahm Wanderführer Manfred Strobel eine 35-köpfige Wandergruppe am Samstag zu den südlichen Höhen der Schwarzwaldpforte mit. Für das Prädikat „plus“ sorgte Strobel neben sachkundiger und umsichtiger Führung mit einem informativen Ausflug zu Bernd Kleile und seinem Auerhahn-Zuchtgehege, einem eigens deponierten Schnäpsle für alle an der Raststation, einem komfortablen „WC to go“ auf der Strecke – und gebührendem Empfang am Fest des Engelsbrander Schwarzwaldvereins.

Vom Startpunkt Grunbach ging es auf die rund 14 Kilometer lange Tour mit einigen An- und Abstiegen zunächst im weiten Bogen Richtung Engelsbrand. Durch Kornfelder und entlang von Waldsäumen mit stattlichen Eichen und Buchen wurde der Grenzübertritt von Württemberg nach Baden – „Da ist die Luft ganz anders!“ – gerne in Kauf genommen.

Auf fußfreundlichen Wald- und Wiesenwegen erreichten die Wanderer zügigen Schrittes Engelsbrand mit weitem Blick Richtung Sendeturm Langenbrand. Seinen „Hühnerhaufen gut zusammenhaltend“, führte Strobel quer durch den Ort hinauf in südlicher Richtung. Nicht nur Stammwanderin Regina Köngeter aus Pforzheim und Erst-Mitwanderin Birgit Vielsack aus Ersingen genossen das noch frische Wetter mit leichter Brise bei klar-blauem Himmel.

Richtung Süden tauchte die Gruppe bald ein in Nadelwald mit Moos und Heidelbeersträuchern, um schließlich auf die Langenbrander Höhe zu gelangen. Vorbei am Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, erreichten alle nach drei Stunden die Langenbrander Hütte als verdienten Rastplatz. Dort gab es eine kurzweilige Lektion in Heimatkunde zu den Waldhufendörfern auf der Enz-Nagold-Platte. Mit einem kurzen Schwenk Richtung Kapfenhardt folgten die Wanderer dann den Spuren früherer Siedler und lernten, dass die Karrenspuren auf den ausgewaschenen Sandsteinplatten des Weges viele Hundert Jahre alt sind.

„Ich wandere schon jahrelang immer wieder mit“, schwärmte Ursel Haller aus Ersingen, „und freue mich über die neuen Informationen zur heimatlichen Umgebung, die Leute, die ich kennenlerne – und die Ungezwungenheit der PZ-Wanderungen.“

Salmbach am Rand streifend, war die harmonische Gruppe gegen halb drei Uhr „im Anflug auf Grunbach“, wo die Vorbereiter des SWV-Festes sie willkommen hießen. Gerade rechtzeitig vor dem ersten heftigen Schauer schlüpfte Wanderführer Strobel gemeinsam mit seinem Freund Erwin Haller in die Rolle des Musikanten und erfreute mit „Mein Vater war ein Wandersmann“.