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Keine Spur von Schädlingen: Robin Bischoff zeigt in Dietlingen eine rundum gesunde Traube. Die Aussichten sind gut für die Winzer.
Keine Spur von Schädlingen: Robin Bischoff zeigt in Dietlingen eine rundum gesunde Traube. Die Aussichten sind gut für die Winzer.
Reben vertragen Trockenheit. Tamara Jaggy vom Ötisheimer Weingut lässt das Laub relativ dicht gegen die Gefahr von Sonnenbrand und für mehr Feuchtigkeit in den Pflanzen. Fotos: Schierling/Seibel
Reben vertragen Trockenheit. Tamara Jaggy vom Ötisheimer Weingut lässt das Laub relativ dicht gegen die Gefahr von Sonnenbrand und für mehr Feuchtigkeit in den Pflanzen. Fotos: Schierling/Seibel
16.07.2015

Die Winzer der Region freuen sich über die Hitze

Ein Hoch auf den Sommer: Die Winzer blicken derzeit sehr optimistisch auf das Weinjahr.

Ein Hauptgrund ist ein winziger Gegner. Die Kirschessigfliege hat noch vor einem Jahr für Alarmstimmung gesorgt. Der Eindringling aus Ostasien hatte bereits unter Steinobst- und Beerenbeständen gewütet. Und tatsächlich: Kaum nahmen die Weintrauben ihre endgültige Farbe an, machten sich die Insekten über die roten Beeren her.Die Folgen waren damals fatal: Beim Ötisheimer Weingut Jaggy waren etwa die Sorten Regent und Akolon auf dem Speiseplan der Schädlinge, bei Christian Häußermann in Diefenbach Akolon, Dornfelder oder Trollinger. Die Schäden waren beträchtlich: Der Dietlinger Winzer Robin Bischoff erzählt, dass die eigenen Rotwein-Trauben der Sorte Cabernet Cortis vollständig verloren gingen. Über 1000 Liter Rotwein kostete die Fliege das Bioweingut, das auch in solcher Lage auf die chemische Keule verzichtet.

In diesem Jahr aber spielt bislang das hochsommerliche Wetter den Winzern in die Karten. Temperaturen über 32 Grad würden die Kirschessigfliegen schlecht vertragen, sagen Häußermann und Patricia Jaggy. Auf Himbeeren und Brombeeren mache sich die Fliege bislang rar. Die Hoffnung für die frühen roten Sorten wächst. Die Nagelprobe kommt freilich erst beim Farbwechsel der bislang noch tief-grünen Früchte. Denn die Fliege mag es reif. „Ab 60 Oechslegraden wird es spannend“, meint Bischoff. Die anhaltende Hitze, die laut Deutschem Wetterdienst in der nächsten Woche weitergehen soll, freut die Winzer aber doppelt. So sehr sie die Fliegen bremst, so gut verkraften die alten Reben die Witterung. „Die Pflanzen wurzeln tief“, sagt Patricia Jaggy.

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