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Zugeparkter Gehweg in einer Dorfstraße: Das Problem sorgt in der Region immer öfter für Debatten. Foto: Ketterl, PZ-Archiv
Zugeparkter Gehweg in einer Dorfstraße: Das Problem sorgt in der Region immer öfter für Debatten. Foto: Ketterl, PZ-Archiv
28.02.2018

Die nackte Parkplatznot: Keltern will neue Stellplätze subventionieren

Enzkreis/Keltern/Ispringen. Geballter Ärger über Parkprobleme ist in vielen Enzkreis-Gemeinden mittlerweile Dauerthema. Äußerten erst kürzlich Bürger in Königsbach-Stein ihren Unmut über drängende wie bedrängende Verkehrsverhältnisse, so wurde das Thema nun in Keltern und in Ispringen von den Gemeinderäten ausgiebig diskutiert. Mal wieder.

In der ländlich strukturierten Weinbaugemeinde Keltern ist die Stellplatznot so groß, dass nun auf Antrag der Verwaltung von Bürgermeister Steffen Bochinger ein Subventionsprogramm auf die Beine gestellt worden ist. Die Schaffung von neuen, privaten Stellplätzen wird aus der Gemeindekasse kräftig bezuschusst, wie der Gemeinderat am Dienstagabend nach ausgiebiger Diskussion einmütig beschlossen hat.

Die Förderung greift, wenn Parkraum geschaffen wird, der über die gesetzlich vorgeschriebene Stellplatzzahl hinausgeht. Und wenn dort auch für die Dauer von mindestens zehn Jahren wirklich geparkt werden kann. Es werden nur Stellplätze unterstützt, keine Garagen oder Carports, mit wasserdurchlässigem Belag. 1500 Euro pro Stellplatz kann der Bürger so einheimsen. Freilich ist die Zahl der Subventionen pro Gebäude beziehungsweise Wohneinheit begrenzt. Für zwei Jahre wird das Modell getestet.

Am Beispiel Keltern zeigt sich, wo die Probleme liegen, die in vielen Kommunen ähnlich sind. An den Rändern der Wohnstraßen nimmt der Parkdruck seit Jahren immens zu, weil sich immer mehr Menschen ein Auto anschaffen, ohne dass dafür ein Stellplatz vorhanden wäre.

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