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Feierliche Eröffnung: Die Verantwortlichen für das Projekt durchtrennen das Band. 

Diese inklusive WG in Keltern ist mehr als nur eine Zweckgemeinschaft

Keltern-Dietlingen. Hell und offen, freundlich und modern wirken die Räume in der Oberen Talstaße in Dietlingen. Durch aufwendige Umbau- und Sanierungsmaßnahmen ist dort in den vergangenen Monaten eine inklusive Wohngemeinschaft (WG) entstanden, in der künftig Menschen mit und ohne Einschränkung zusammen leben sollen.

Am Samstag ist die von „WeGefinden“ getragene Einrichtung im Beisein von Bürgermeister-Stellvertreter Rolf Mertz (Grüne) feierlich eröffnet worden, im November sollen die Bewohner einziehen.

„Hier soll mehr entstehen als eine Zweckgemeinschaft“,

sagt Sabrina Bogner-Rudolf, die zusammen mit Bianca Leschikar kommunale Inklusionsbeauftragte der Gemeinde Keltern und gleichzeitig stellvertretende Vorsitzende des örtlichen Inklusionsrats ist.

Sie hofft, dass unter den Bewohnern ein Miteinander entsteht: mit gemeinsamen Freizeitaktivitäten und gegenseitiger Unterstützung. Es gebe genug Beispiele, wo das schon jetzt hervorragend funktioniere. Etwa bei der Lebenshilfe in Brötzingen. Bogner-Rudolf hofft, dass die künftigen Bewohner die im Haushalt anfallenden Aufgaben untereinander aufteilen, dass jeder das macht, was er gut kann. Der große Tisch in der Küche soll ein Ort für Unterhaltung, Spiele und gemeinsames Kochen sein. Fünf Stühle stehen dort, denn für genau so viele Bewohner ist die WG ausgelegt, wobei aktuell noch nicht alle Plätze belegt und Interessierte willkommen sind. Sie ziehen in ein Haus, das seit Februar umgebaut und renoviert wird, das eine neue Elektrik und eine neue Pelletheizung bekommen hat. Draußen sollen im kommenden Jahr noch Fahrradgaragen erstellt werden. Innen stehen 175 Quadratmeter zur Verfügung.

Luftbild Tiergarten Hannah-Arendt-Straße
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