nach oben
Die frühere Neuapostolische Kirche in Dietlingen hat bereits keinen sakralen Charakter mehr. Eine Fachabteilung entscheidet über den Verkauf der Immobilie, wie eine Sprecherin der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland mitteilt. Kirchlichen Kreisen zufolge hat das Kelterner Bürgermeisteramt bereits Interesse bekundet. Foto: Ossmann
Die frühere Neuapostolische Kirche in Dietlingen hat bereits keinen sakralen Charakter mehr. Eine Fachabteilung entscheidet über den Verkauf der Immobilie, wie eine Sprecherin der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland mitteilt. Kirchlichen Kreisen zufolge hat das Kelterner Bürgermeisteramt bereits Interesse bekundet. Foto: Ossmann
14.01.2016

Dietlingen: Wird frühere Kirche künftig zu Flüchtlingsunterkunft?

Das Gotteshaus an der Poststraße in Dietlingen weckt Begehrlichkeiten. Der Grund ist naheliegend. Die mittlerweile entwidmete Kirche gilt nun als Immobilie ohne sakralen Bezug und könnte daher in Kürze von der zuständigen Fachabteilung der Neuapostolischen Kirche veräußert werden.

Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, wie Kirchensprecherin Susanne Raible von der Verwaltung der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland aus Stuttgart auf PZ-Anfrage unterstrich. Gleichwohl bildet die künftige Nutzung des früheren Gotteshauses aktuell eines der heißen Gesprächsthemen in Dietlingen. Aufgrund der enormen staatlichen Nachfrage nach Wohnraum für Flüchtlinge mutmaßt so mancher, dass womöglich eine Nutzung für Asylsuchende ansteht, wenn es zum Verkauf der Immobilie komme.

Hierzu äußerte der Öffentlichkeitsbeauftragte in der Neuapostolischen Kirche im Bezirk Pforzheim, Martin Steinmetz: „Bereits vor einigen Wochen hat das Bürgermeisteramt Interesse an Informationen bezüglich der künftigen Gebäudenutzung angemeldet.“ Es sei mitgeteilt worden, dass erst nach der Entwidmung der Kirche und nach der Zusammenführung der Gemeinde Dietlingen mit den Gemeinden Pforzheim-Brötzingen und Birkenfeld eine Entscheidung gefällt werde. Diese Zusammenführung finde am kommenden Sonntag in einem Gottesdienst mit Apostel Herbert Bansbach in der Kirche in Brötzingen statt. Die PZ fragte auch Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger. Dieser antwortete, es lägen aktuell keine neuen Erkenntnisse vor.

Am Sonntag hatte Bischof Jörg Vester in Dietlingen den letzten Gottesdienst gefeiert und die Entwidmung vollzogen. Zu Predigtbeiträgen waren der Dietlinger Vorsteher, Priester Ludwig Petervari, und die Vorsteher der beiden aufnehmenden Gemeinden, Evangelist Oliver Merkle (Birkenfeld) und Hirte Winfried Waldhauer (Brötzingen), an den Altar gerufen worden, heißt es im Kirchenbericht.