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Frisch geteert und doch nicht optimal - die tiefer liegenden Kanaldeckel der Dietlinger Ortsdurchfahrt verärgern den Kelterner Bürgermeister. © Seibel
Frisch geteert und doch nicht optimal - die tiefer liegenden Kanaldeckel der Dietlinger Ortsdurchfahrt verärgern den Kelterner Bürgermeister. © Seibel
15.09.2010

Dietlinger Ortsdurchfahrt fertig - Bürgermeister verärgert

KELTERN/ENGELSBRAND. Es tut sich was auf den Landesstraßen im Kreis. In den Sommerferien haben die Straßenbauer in Keltern und Salmbach unter Hochdruck gearbeitet. Die Sanierung der beiden Ortsdurchfahrten ist abgeschlossen. Umleitungen und Sperrungen sind aufgehoben.  

Bildergalerie: Sanierung der ramponierten Ortsdurchfahrt in Dietlingen

Darüber hinaus wartete auf Engelsbrands Bürgermeister Bastian Rosenau nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub eine erfreuliche Nachricht. „Uns wurde zugesagt, dass die Strecke Salmbach – Langenbrand doch noch dieses Jahr ausgebaut werden soll“, erklärte Rosenau gestern gegenüber der „Pforzheimer Zeitung“. Derzeit liefen die Vorbereitungen für die Ausschreibungen. Ob die komplette Sanierung der L 562 auf diesem Abschnitt noch dieses Jahr über die Bühne gehen kann, hänge jedoch stark vom Wetter ab, so Rosenau.

Für Rosenaus zweites Sorgenkind – die L 338 zwischen Unterreichenbach und Engelsbrand, vom ADAC in diesem Jahr als schlechteste Landesstraße in Baden-Württemberg ausgezeichnet – steht am 10. Oktober ein Benefizlauf an (die PZ berichtete. Damit wollen Rosenau und sein Unterreichenbacher Amtskollege Carsten Lachenauer auf die vom Land seit gut 30 Jahren aufgeschobene Sanierung aufmerksam machen. „Landrat Karl Röckinger hat sich bereits angemeldet“, freut sich Rosenau. Mit der Teilsanierung der Ortsdurchfahrt in Salmbach zeigte er sich zufrieden: „Das ist ordentlich geflickt. Die Frage ist nur, wie lange es hält.“ Bei Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer wich die Zufriedenheit über die Fertigstellung der Dietlinger Ortsdurchfahrt nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub schnell einer ziemlichen Verärgerung. Zwar wurde in fünf Wochen das 300 000-Euro-Projekt weitgehend durchgezogen.

Jetzt müssen nur noch Restarbeiten an Gehwegkanzeln erledigt, Markierungen aufgebracht und Schilder aufgestellt werden. Aber: „Ich war doch sehr verwundert, dass wieder die alten Regenablaufschächte eingebaut wurden, nachdem wir schriftlich beantragt hatten, neue, schmale Schächte einzubauen“, so Pfeifer: „Das wären gerade mal 10 000 bis 15 000 Euro mehr gewesen.“ Uwe Herzel vom Regierungspräsidium Karlsruhe stellt klar: „Vereinbart war, schmalere Schachtdeckel nur an schmaleren Straßenstellen einzusetzen. Das haben wir gemacht. Außerdem haben wir beschädigte Schachtdeckel ausgetauscht.“ Weil aber die alten Kanaldeckel auch noch zwei bis drei Zentimeter tiefer lägen als der Asphalt, komme es auf der frisch gerichteten Straße schon wieder zu Lärmbelastungen, wenn Fahrzeuge über die Schächte fahren, so Pfeifer. Angesichts dessen habe er sich bereits beim Regierungspräsidium beschwert und um Nachbesserung gebeten. Nun soll an den betroffenen Schächten Asphalt abgetragen werden.

Zudem habe er den Eindruck, dass der gesamte Fahrbahnbelag jetzt höher sei als früher, so Pfeifer. Im Gemeinderat wurde deshalb die Befürchtung geäußert, dass die niedrigen Bordsteine starke Regenfälle nun nicht mehr vollständig ableiten können und das Wasser über die Gehwege hin zu den Häusern und Kellern läuft.