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Für Richard Messner (links)  von der beauftragten Fachfirma  war die Fällung der Pappel am Dietlinger Federbach Routine. Der 86-jährige Manfred Ulmer (rechts) verfolgte als Anwohner die Arbeiten . Letztendlich ist er froh, dass der Baumriese gefällt ist, schließlich war die Standsicherheit der über 30 Meter hohen Pappel nicht mehr gewährleistet .  Ossmann
Für Richard Messner (links) von der beauftragten Fachfirma war die Fällung der Pappel am Dietlinger Federbach Routine. Der 86-jährige Manfred Ulmer (rechts) verfolgte als Anwohner die Arbeiten . Letztendlich ist er froh, dass der Baumriese gefällt ist, schließlich war die Standsicherheit der über 30 Meter hohen Pappel nicht mehr gewährleistet . Ossmann
21.02.2016

Dietlinger Säulenpappel wird der Verkehrssicherheit geopfert

Keltern-Dietlingen. Mit schwerem Gerät und in zweitägigem Einsatz wurde jetzt eine über 30 Meter hohe Säulenpappel am Unterlauf des Federbachs in der Dietlinger Ortslage gefällt. Wie eine Begutachtung ergeben hatte, war die Stand- und Bruchsicherheit des über 90 Jahre alten Baumriesen nicht mehr gegeben.

Mit einer weitauslegenden Hebebühne wurde der stattliche Altbaum, mit einem unteren Stammdurchmesser von rund 1,50 Meter, von einer Fachfirma Stück für Stück abgetragen.

Dabei konnte sich der heute 86-jährige Manfred Ulmer, hinter dessen Haus an der Westlichen Friedrich Straße 60 die Pappel in der Uferböschung stand, noch gut daran erinnern, wie einst mehrere Pappeln den Federbach säumten. Mit ihrer stattlichen Höhe prägten sie auf einer Länge von etwa 200 Metern wesentlich das Ortsbild in diesem Bereich. „Die vorletzte Pappel haben wir vor gut fünf Jahren etwas weiter Bach abwärts gefällt“, erinnert sich Richard Messner. Der gebürtige Südtiroler, der mit dem Team der Firma Gredler + Söhne aus Karlsdorf-Neuthard schon seit 30 Jahren Baumpflege und -fällarbeiten durchführt, kommt mindestens einmal jährlich nach Keltern.

Hier, wie auch andernorts, müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit öfters die ortsbildprägenden und zum Teil recht alten Solitärbäume wie Pappeln, Weiden, Linden, Kastanien und viele andere zurück geschnitten oder gefällt werden. Dafür wendet die Gemeinde Keltern für kleinere und größere Maßnahmen im Schnitt jährlich rund 15 000 Euro auf. Allein schon die Fällung der letzten Säulenpappel am Federbach hat mit rund 5000 Euro zu Buche geschlagen. os