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Das Foto zeigt ein Frühstücksei. Ein Dioxin-Alarm in der Landwirtschaft schreckt Bauern, Verbraucher und Behörden auf.
Dioxin-Belastung im Enzkreis geringer als in Niedersachsen © dpa
04.01.2011

Dioxin-Belastung im Enzkreis geringer als in Niedersachsen

ENZKREIS/PFORZHEIM. Die Gefahr, dass Futtermittel in der Landwirtschaft mit Dioxin verunreinigt werden, hängt nach Auffassung von Ulrich Hauser aus Eisingen ein Stück weit auch damit zusammen, inwieweit eigene Futtermittel verwendet werden. Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Enzkreis sagte am Dienstag zur Pforzheimer Zeitung: "In Norddeutschland ist die Praxis, Futtermittel zuzukaufen, weiter verbreitet als bei uns."

Allerdings komme auch die heimische Landwirtschaft nicht ganz ohne fremde Futtermittel aus. So müssten auch im Enzkreis und in Pforzheim beispielsweise eiweiß-, mineralstoff- und pflanzenölhaltige Waren zugekauft werden. Deshalb wollte Hauser nicht völlig ausschließen, dass eine ähnliche Situation wie in Niedersachsen entstehen könne: "Ein gewisses Risiko besteht immer." Allerdings seien die Betriebe seiner Kollegen und von ihm "so gut aufgestellt", dass die Chance eines rechtzeitigen Aufdeckens von Verunreinigungen größer als in vielen anderen Bundesländern sei. Gleichzeitig machte der Kreisvorsitzende der Bauern deutlich: "Wir haben den Anspruch an die Lieferanten, dass sie gezielt und regelmäßig kontrollieren."

Das Regierungspräsidium Karlsruhe, das für Futtermittelproben im Enzkreis und in Pforzheim zuständig ist, hat nach Stand vom Dienstag nicht die Absicht, seine Routine-Kontrollen auszuweiten. Das sagte Pressesprecher Uwe Herzel auf PZ-Anfrage. 2010 seien in ganz Nordbaden 319 Futtermittelproben bei Herstellern, Handelsbetrieben und Tierhaltern, 63 Betriebskontrollen und 60 Kontrollen bei Tierhaltern, insbesondere im Hinblick auf sachgemäße Herstellung von Futtermitteln, Lagerung und Verfütterung, vorgenommen worden.

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