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14.06.2018

Diskussion um Kindergarten: Kampfabstimmung im Heimsheimer Gemeinderat

Heimsheim. Mit einer knappen Mehrheit von sieben Ja- zu sechs Gegenstimmen entschied sich der Heimsheimer Gemeinderat beim Kindergartenneubau Lailberg II für eine Dicksperrholzbauweise und gegen die ursprünglich angedachte Modulbauweise. Zwar wird die Dicksperrholzvariante rund 100.000 Euro teurer und man landet insgesamt bei etwa 3,1 Millionen Euro, doch der Mehrheit war durch die höhere Speichermasse des Holzes ein besseres Innenklima das Geld wert.

Renate Niehaus (SPD) ist eine gute Raumluft wichtig. Für die SPD-Rätin ist es nicht entscheidend, dass der Bau dann erst Anfang September 2019 bezugsbereit sein wird. Bei der Modulbauweise gehen die Architekten des Büros „Element 5“ von einer kürzeren Bauzeit und einer Fertigstellung bis Juni 2019 aus. „Das ist für mich zweitrangig, denn wir haben noch 17 Kindergartenrestplätze für das kommende Jahr.“ Dies sah Sabine Kiedaisch (BfH) ganz anders: „Der Kindergarten sollte stehen, wenn die ersten Leute einziehen. Außerdem ist der Zeitplan sehr ambitioniert.“ „Ich bin sonst auch für Holz, aber die Besichtigung des Friolzheimer Kindergartens – in Modulbauweise- hat mich sehr positiv überrascht“, sagte Martin Häcker (BfH). Für Stefan Adelmann (FWV) war der Zeitfaktor nicht entscheidend, gemessen daran, dass das Gebäude etwa 50 Jahre stehen wird.