760_0900_133294_L760_S5081025_C56.jpg
Die Fläche oberhalb der Kraichgaustraße in Ispringen könnte langfristig für Wohnraum genutzt werden.  Foto: Herweg 

Diskussion um mögliches neues Baugebiet in Ispringen

Ispringen. Zum Nachbarschaftsverband Pforzheim gehören neben der Stadt Pforzheim die Gemeinden Ispringen, Niefern-Öschelbronn und Birkenfeld. Da der Flächennutzungsplan von 2005 in seiner Gesamtheit nun einer Fortschreibung bedarf, ist Daniela Arnolds, die Geschäftsführerin des Nachbarschaftsverbands Pforzheim, zur Gemeinderatssitzung nach Ispringen gekommen, um den Vorentwurf zum Flächennutzungsplan 2035 vorzustellen.

Eine Bedarfsberechnung für Wohnbauflächen und Gewerbeflächen wurde bereits durchgeführt. Abzüglich der Flächenpotenziale, also bereits bebaubarer Flächen, wurde so ein Bedarf von 65 Hektar an neuen Wohnbauflächen und 77 Hektar zusätzlichen gewerblichen Bauflächen ermittelt. Anschließend wurden sogenannte Prüfflächen ausgewiesen, die räumlich sehr großzügig definiert sind. Für die zukünftige potenzielle Wohnbebauung sind die Prüfflächen in Ispringen mit 140 Hektar mehr als doppelt so groß wie der Bedarf. „Diese große Auswahl ist nötig“, erläuterte Daniela Arnolds, „weil es aufgrund von Schutztatbeständen, also zum Beispiel für den Naturschutz, oder wegen der Topografie insgesamt schwierig sein könnte, die Flächen zu entwickeln.“

Mit der im Vorentwurf als Gebiet 201 ausgewiesenen Prüffläche im Nordosten Ispringens – oberhalb der Kraichgaustraße – stößt der Flächennutzungsplan bei der LMU-Fraktion auf geschlossenen Widerstand. Elisabeth Vogt nahm zusammenfassend Stellung und wies darauf hin, dass die LMU aus Erwägungen zum Klimaschutz und Artenschutz bereits im Februar gegen die Aufnahme der Fläche 201 im Nordosten gestimmt habe.Frank Weber (CDU) unterstrich, dass es neben der Abstimmung mit Trägern und Behörden auch noch eine Bürgerbeteiligung gebe. Und Manuel Linkenheil (SPD) gab zu bedenken, dass man eine Information über die Eignung der Flächen oder Ausschlussgründe schließlich nur erhalten könne, wenn sie auch als Prüfflächen im Entwurf blieben.Die LMU beantragt die Herausnahme der Prüffläche 201 aus dem Vorentwurf sowie zusätzlich die Herausnahme der Flächen auf dem Berg, die bereits Teil des Flächennutzungsplans von 2005 waren.

Die Gemeinderäte der LMU sprachen sich gegen die Fortschreibung des Flächennutzungsplans aus, die anderen Fraktionen stimmten der Fortführung des Verfahrens mit der frühzeitigen Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden zu.