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Bürgermeister Wolfgang Krieg überreicht Ursula Ida Lapp die Jubiläumstorte
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Dobel: Heilklimatischer Kurort feiert Doppeljubiläum

Vor 30 Jahren erhielt der Dobel das Prädikat Heilklimatischer Kurort und eröffnete zeitgleich das neue Kurhaus. Das Doppeljubiläum würdigt Bürgermeister Wolfgang Krieg am 18.06.2014 in einer Feierstunde und überreicht Ursula Ida Lapp eine Jubiläumstorte.

Mit einer „Kurhaus-Party“ feiert Bürgermeister Wolfgang Krieg das besondere Jubiläum mit zahlreichen Ehrengästen. Unter ihnen Norbert Mai, Bürgermeister in Bad Herrenalb, Josef Offele, OB a.D. von Ettlingen, Michael Krause, Tourismusdirektor Freudenstadt als Vertreter des Verbandes der Heilklimatischen Kurorte Deutschlands e.V. sowie Geschäftsführer der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald, René Skiba, Heiko Schöne, Geschäftsführer ACURA Ruland Kliniken und Beate Fauser ehem. Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg.

Für „ Dobel, den Leuchtturm und das Tor zum Kreis Calw“ war Bestseller Autorin Petra Hauser aus Karlsruhe angereist. In ihrer unbeschwert natürlichen Art berichtete Sie über Kindheits- und Jugenderinnerungen, die sie mit den Ausflügen von Karlsruhe auf den Dobel verband und ließ so manch humorstoische Anekdote einfließen.

Während der Karlsruher Mundartdichter und Gymnasiallehrer Johann Peter Hebbel bereits 1799 den „hohen Berg, gleich hinter Frauenalb“ bereiste, und die Gute Luft auf dem Dobel nutzte, um seine Asthmabeschwerden zu lindern, gab es lediglich „ein wohl eingerichtetes evangelisches Pfarrhaus und ein württembergisches Gasthaus.“

Über die Entwicklung der Gemeinde vom Luftkurort zum Heilklimatischen Kurort wusste Alt-Bürgermeister Gerhard Westenberger als Festredner und Zeitzeuge mehr zu berichten.

Seinen Rückblick auf die Geschichte startet er, als um 1900 viele Kinder mit Asthma- und Keuchhustenbeschwerden Linderung auf dem Dobel fanden. Kinderheime und Gästehäuser entwickelten sich gut. In den 60-er Jahren wurden in der kleinen Gemeinde mit „Champagnerluft“ bereits 120.000 Übernachtungen von Feriengästen gezählt. 1973 wurde zum „Schlüsseljahr“. „Wir beschäftigten uns intensiv mit der Prädikatisierung“, so Westenberger. „Die Vorzüge des Höhenortes lagen klar auf der Hand. Das Wetteramt Tübingen hat uns 1.800 Sonnenstunden im Jahr bestätigt und ein Klimagutachten belegte: Reizklima, mild bis stark“. Was fehlte war ein Kurhaus, das als „gute Stube“ für Vereine ebenso wie für Kurgäste genutzt werden konnte. Hier unterbricht Westenberger seinen Vortrag und dankt Frau Ursula Ida Lapp für die aktive Unterstützung, die deren verstorbener Mann Oskar in jener Zeit geleistet hat. Die Pionierleistungen zur Positionierung führen 1984 zum Erfolg und damit zur Erweiterung des Kurangebotes mit neuem Kurhaus, der Waldklinik Dobel und weiteren Dienstleistungen. „Heute“, so Westenberger, „steht Dobel steht nicht nur für das Synonym der Nah- und Ferienerholung sondern auch für Kur- und Rehabilitation.“

Diesem Urteil schließt sich als letzter Redner Michael Krause an. Der Tourismusdirektor aus Freudenstadt war als Vertreter des Verbandes der Heilklimatischen Kurorte Deutschlands e.V. zu Gast und bemerkte: “Die meisten heilklimatischen Kurorte Deutschlands befinden sich im „Ländle“ und wir sind stolz darauf, dass die Sonneninsel Dobel zu den 50 Heilklimatischen Kurorten Deutschlands dazu gehört.“ Als Gruß überbrachte er Bürgermeister Wolfgang Krieg ein Präsent aus dem Schwarzwald, das auch einst die Sommerfrischler genossen: Schwarzwälder Schinken.