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Roy Kieferle (Dritter von links) und Lothar König (Fünfter von links) freuen sich mit Bürgermeister Christoph Schaack, Renate Kieferle, Gerhard Westenberger, Ulrike Weinhold und Bernhard Kraft (von links) über die Ehrungen.  Foto: Meister 

Dobel blickt nach vorne: Bürgermeister spricht beim Neujahrsempfang über neue Baugebiete, Infrastruktur und Tourismus

Dobel. Interessiert lauschten die Bürger den Worten von Bürgermeister Christoph Schaack. Beim Neujahrsempfang in Dobel verdeutlichte er, dass die Gemeinde mit der Zeit gehen und das vorhandene Potenzial ausnutzen muss. „Wir haben zahlreiche Themen, die uns auf den Nägel brennen“, so der Bürgermeister. Dabei gilt es laut Schaack den Spagat zwischen Alt und Jung zu meistern.

Familien zieht’s in den Ort

Um den Standort attraktiv zu halten sollen neue Baugebiete entstehen. „Vor allem von jungen Familien haben wir wöchentlich Anfragen nach Grundstücken“, so Schaack. Im Gegensatz zu ähnlich großen Kommunen sieht er die Infrastruktur in Dobel als vielseitig an. Um der Entwicklung standzuhalten hat die Gemeinde in den Kindergarten „Am Sonnenwegle“ investiert und für die Grundschule ist eine Umwandlung in eine Naturparkschule angedacht.

Ebenso sei das geplante ASB-Seniorenzentrum ein wichtiger Faktor für Dobel. „Zwar stößt das Projekt nicht bei allen auf Gegenliebe aber am Ende ist es für unsere einheimischen Bürger gedacht“, erläuterte Schaack. Insgesamt sieht der Bürgermeister viel Potenzial für Veranstaltungen mit Senioren in Dobel und möchte in Zukunft dabei den Kurpark mehr einbeziehen. Nachholbedarf sieht er vor allem beim Tourismus. Deshalb wurde jüngst ein Tourismusentwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Mit Ergebnissen rechnet Schaack Ende März und möchte anschließend die Bürgerschaft in die Planungen einbeziehen. „Wir wollen daraus eine touristische Visitenkarte erschaffen“, blickte er nach vorne.

Verbesserungen beim Internet

Die Fertigstellung zahlreicher Hotspots innerhalb der Gemeinde und dem geplanten Breitbandausbau seien weitere Weichenstellungen für die Zukunft. Weiter betonte Schaack die konstruktive Arbeit des Gemeinderats und stellte Bau- und Rechnungsamtsleiter Jürgen Gall als „wertvollen Mitarbeiter“ sowie Hauptamtsleiterin Katrin Strauch als „Glücksgriff“ ein positives Zeugnis aus.

Der Landtagsabgeordnete Thomas Blenke freute sich, dass der Dobel nun das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“ auf seinen Ortsschildern tragen darf. Ebenso kann sich die Gemeinde in den kommenden zehn Jahren über Zuschüsse von rund 400 000 Euro freuen, da der neue Flächenfaktor der Landesregierung für mehr Gerechtigkeit innerhalb der Kommunen sorgen soll. Abschließend mahnte Blenke die Verrohung der Gesellschaft an und fordert einen respektvollen Umgang.

Neben Vetretern aus Politik, Vereinen und Institutionen wohnte auch eine Delegation aus der ungarischn Partnergemeinde Tótvázsony dem Empfang bei. Für den künstlerischen und musikalischen Teil sorgten die TSV-Kids Dance Gruppe sowie Irene und Andreas Merkel und Dorothea und Adrian Rothfuß an Gitarre und Klavier.