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Rolf Müller zeigt auf den Bereich, wo derzeit noch Unterkünfte für Flüchtlinge geplant sind. Biesinger
Rolf Müller zeigt auf den Bereich, wo derzeit noch Unterkünfte für Flüchtlinge geplant sind. Biesinger
10.01.2016

Doch keine Wohncontainer für Flüchtlinge? Neuenbürger Kicker können Gelände wohl weiterhin nutzen

Neuenbürg. Der Fußballverein Neuenbürg (FVN) kann wohl doch weiterhin das Sportgelände im „Breiten Tal“ nutzen. Das kam bei der Hauptversammlung zur Sprache. Das wäre eine Wende.

Nach aktuellem Stand plant das Landratsamt Enzkreis mit der Stadt Neuenbürg, wie in der Gemeinderatssitzung am 15. Dezember vergangenen Jahres bekannt wurde, auf dem dortigen Parkplatz Wohncontainer in Leichtbauweise für etwa 120 bis 140 Flüchtlinge aufzustellen (PZ berichtete).

Für den Fußballverein bedeutet dies, dass sich dieser nach einer neuen Spielstätte umsehen müsste. Darüber hinaus, so dessen Vorsitzender Rolf Müller, habe die Stadt den Verein davon unterrichtet, dass die am 31. Oktober auslaufende Nutzungsvereinbahrung nicht verlängert werde, da dieser Bereich als Gewerbegebiet ausgewiesen würde.

Der bei der Hauptversammlung anwesende Stadtrat Heinz Faaß, der Bürgermeister Horst Martin vertrat, versuchte, Licht ins Dunkel zu bringen. Es hätte sich nun in Sachen Flüchtlinge eine neue Situation ergeben. Genaueres könne er jedoch nicht sagen, bevor eine entsprechende Pressemitteilung des Landratsamts noch nicht veröffentlicht sei, so Faaß. Einer weiteren Nutzung des Sportgeländes durch den Verein räumte er jedoch auch über den 31. Oktober hinaus durchaus Chancen ein.

„Dies sind Worte, die uns nun optimistischer in die Zukunft blicken lassen, freute sich FVN-Vorsitzender Rolf Müller. Denn: Gespräche hinsichtlich einer Mitnutzung des Waldrennacher Sportgeländes stieß bei den dortigen Faustballern auf wenig Gegenliebe. Ebenso seien Fusionsgespräche mit dem ASV Arnbach nicht von Erfolg gekrönt gewesen.