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In diesem Garten wurde das ermordete Ehepaar am 31. Juli gefunden. Foto: Lorch-Gerstenmaier © Lorch-Gerstenmaier
26.08.2014

Doppelmord in Bretten: Untersuchung der Leichen dauert bis Oktober an

Stuttgart/Bretten. Die Ergebnisse einer toxikologischen Untersuchung des im Juli in Bretten ermordeten Ehepaars werden erst im Oktober vorliegen. Das sagte ein Sprecher der Polizei Stuttgart am Dienstag. Das chemisch-medizinische Verfahren soll klären, ob die Eheleute vergiftet wurden. Bei dem Paar handelt es sich um die Eltern eines 34-Jährigen, der zuvor in Thailand tot aufgefunden worden ist.

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Die thailändische Polizei hat das Skelett des Mannes Mitte Juli in einem Zelt im Nationalpark Khao Yai 90 Minuten nordöstlich von Bangkok entdeckt. Neben Alkohol und Hinweisen auf das synthetische Rauschgift Crystal Meth entdeckten die Ermittler zusätzlich deutsche Ausweispapiere. Demnach handelte es sich bei dem Toten um einen Mann aus Stuttgart.

Die am 17. Juli gegründete Ermittlungsgruppe „Mosel“ versuchte, die Eltern des Mannes über den Vorfall zu informieren. Weil das Ehepaar an der Wohnadresse in Stuttgart nicht angetroffen und auch anders nicht erreicht werden konnte, suchten die Ermittler nach den Eltern. Ein Zeuge hatte die Polizei auf das Brettener Grundstück der Familie aufmerksam gemacht.

Am 31. Juli haben die Beamten der Kriminalpolizei Bruchsal mit Hilfe von Polizeihunden die stark verwesten Leichen der 65-jährigen Frau und ihres 71 Jahre alten Ehemannes in einem verwilderten Garten am Stadtrand von Bretten gefunden. Das Ehepaar soll laut Polizeiangaben im eigenen Auto zur späteren Fundstelle transportiert und dort abgelegt worden sein. Der Verdacht liege nahe, dass es sich beim mutmaßlichen Täter um den Sohn handeln könne. Der 34-Jährige hatte vermutlich seine Eltern getötet, den Wagen verkauft und war anschließend nach Thailand abgereist.

Hier sehen Sie den zeitlichen Verlauf der Ermittlungen im Brettener Doppelmord-Fall: