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25.08.2008

Doppelt so viele Hochzeiten, halb so viele Scheidungen im Nordschwarzwald

PFORZHEIM/ENZKREIS/CALW. 2420-mal läuteten im vergangenen Jahr in der Region Nordschwarzwald die Hochzeitsglocken. Nur halb so viele Ehen gingen hingegen für immer in die Brüche: Das Statistische Landesamt verweist lediglich auf 1218 Scheidungen.

Am heiratsfreudigsten waren die Paare im vergangenen Jahr im Enzkreis: Dort wurde 798-mal der Bund fürs Leben geschlossen, im Kreis Calw gaben sich 613 Paare das Ja-Wort, im Kreis Freudenstadt waren es 534 und in Pforzheim 475. Diese Verteilung spiegelt in etwa die Einwohnerzahlen wider – wenn man auch auf dem Land einen Tick heiratsfreudiger zu sein scheint als in der Stadt. Umgekehrt kann Pforzheim mit der höchsten Scheidungsquote in der Region aufwarten. 296-mal trennten sich hier im vergangenen Jahr die Wege von Ehepaaren wieder, in Relation zur Einwohnerzahl ist das der höchste Wert. Es folgen der Kreis Calw (277), der Landkreis Freudenstadt (240) und der Enzkreis (405).

Die Statistiker liefern noch weitere Zahlen. So hat die Zahl der Scheidungen in der Region Nordschwarzwald seit 1990 deutlich zugenommen. Damals wurden noch 801 Ehen beendet, im vergangenen Jahr waren es 1218. Allerdings: Der Höchstwert wurde 2005 mit 1289 Scheidungen erreicht.

Für das Land Baden-Württemberg gibt es weitere recht aufschlussreiche Zahlen. An der Sache mit dem berühmten siebten verflixten Jahr scheint tatsächlich etwas dran zu sein: Denn in der Zeit zwischen dem sechsten und dem zehnten Ehejahr gingen 2007 im Land die meisten Ehen wieder auseinander. Die meisten Männer waren zum Zeitpunkt der Scheidung zwischen 40 und 45 Jahre, die meisten Frauen hingegen 35 bis 40 Jahre. „Bis dass der Tod uns scheidet“: Für die allermeisten Paare im Land galt hingegen auch 2007 dieses Eheversprechen. Denn rund 22 000 Scheidungen standen fast 39 000 Ehen gegenüber, die bis zum Tod eines der beiden Partner hielten.