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(v.l.n.r) Stephan Bode, kaufmännischer Direktor der ACURA Fachklinik Falkenburg und geschäftsführender Direktor des SCHWARZWALD PANORAMA, Dr. Eberhard Waibel, Chefarzt der kardiologischen und angiologischen Abteilung in der ACURA Fachklinik Falkenburg, Heiko Schöne, Geschäftsführer der ACURA Kliniken in Bad Herrenalb, Dobel, Waldbronn und Pfronten sowie des Wagner-Ruland Gesundheitszentrums in Pforzheim, Prof. Dr. Andreas Veihelmann, Chefarzt der orthopädischen Abteilung in der ACURA Fachklinik Falkenburg mit den beiden Zertifikaten
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Hans Sorgius mit Frau Hanna und Dr. Waibel
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Hans Sorgius mit seiner Akku-Tasche
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18.03.2014

Doppelter „Ritterschlag“ für ACURA Fachklinik Falkenburg

Bad Herrenalb. Kooperation mit dem Deutschen Herzkompetenzzentrum des Universitätsklinikums Tübingen und Zertifizierung zur Lehrklinik für Ernährungsmedizin –  zwei weitere Meilensteine zur Qualitätsoffensive der ACURA Kliniken tragen zur positiven Bilanz und Bettenbelegung der Klinik bei.

Mit sichtlichem Stolz verabschiedet Dr. Eberhard Waibel, Chefarzt Kardiologie und Angiologie der ACURA Fachklinik Falkenburg, seinen Herzpatienten Hans Sorgius. Nach vier Wochen verlässt der Patient die Reha-Klinik in Bad Herrenalb und schmiedet bereits Pläne, wie er seinen kommenden Geburtstag feiern kann. 2013 hatte der 76-jährige einen Herzinfarkt. Die linke Herzkammer arbeitete nur noch mit zehn Prozent. Sorgius berichtet: „Drei Ärzte bestätigten mir: entweder neue OP oder Sie erleben Ostern nicht mehr.“ Ende 2013 hat er sich für eine Operation entschieden – und das „bis heute nicht bereut“. Ihm wurde zur Unterstützung der linken Herzkammer im Universitätsklinikum Tübingen ein Linksherzunterstützungssystem implantiert. Eine Pumpe unterstützt die schwache Herzhälfte und leitet das Blut aus der linken Herzkammer in die aufsteigende große Brustschlagader. Die Pumpe wird durch zwei Akkus gespeist. Ein Kabel verbindet die beiden Geräte durch die Bauchdecke hindurch. Das Steuerungssystem zur Überwachung der Pumpe sowie die Akkus träg Hans Sorge in einer Tasche bei sich. Er betont: “Ich fühle mich körperlich und geistig sehr wohl und freue mich auf zu Hause“.

Die Falkenburgklinik ist neuer Kooperationspartner der Universitätsklinikums Tübingen. Das Herzkompetenz Zentrum hat sich für die Herrenalber Klinik entschieden, um Herzpatienten durch spezielle Rehabilitationsmaßnahmen zu stärken. Für Dr. Waibel und seine Abteilung gleicht das einem „Ritterschlag“. „Für diese Fachbereiche – sind wir nun ein kompetenter Partner“, so Waibel, der für diese Patienten ein spezielles Reha-Programm entwickelt hat. Für ihn eignet sich die Reha in besonderem Maße für die ernährungsmedizinische Intervention, da „aufgrund der interdisziplinären Behandlung am ehesten eine nachhaltige Änderung des Lebensstils zu erwarten ist.“ Der Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit ist elementar und lässt sich am Bauchumfang ablesen: je mehr Bauchfett, umso höher der Blutzucker und der Blutdruck. Deutschland ist ein Risikoland für Herzinfarkte. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen sichern den Einfluss der Ernährung auf den Verlauf von Herzerkrankungen. Daher hat sich die Fachklinik Falkenburg dem Prüfstand der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin e.V. in Freiburg unterzogen und im Februar 2014 das Zertifikat „Lehrklinik für Ernährungsmedizin“ erhalten. Damit ist die Falkenburg nicht nur attraktiv für medizinisches Fachpersonal, sondern zählt zudem zu einem erlauchten Kreis zertifizierter Kliniken. In Deutschland gibt es davon 25 und in Baden-Württemberg lediglich fünf Reha-Kliniken. „Unsere Ernährungsmediziner haben den Anspruch unsere Patienten nicht nur zu beraten und mit Diätküche zu versorgen, sondern darüber hinaus auch den Patienten mit Bauchumfangsvermehrung (metabolisches Syndrom) eine adäquate Rehabilitation zu gewährleisten“, so Waibel, der diese Grundlagen dazu nutzen wird in Zukunft auch Diabetis und Adipositas Patienten zu betreuen.

Mit dieser Entwicklung ist der kaufmännische Geschäftsführer der ACURA Kliniken mehr als zufrieden. Heiko Schöne, verantwortlich für die Kliniken in Bad Herrenalb, Dobel, Waldbronn und Pfronten sowie das Wagner-Ruland Gesundheitszentrum in Pforzheim, bestätigt die Auslastung und Zimmerbelegung in der Kardiologie und Angiologie. „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir eine Steigerung um 10,76 Prozent, in der Angiologie sogar um 30,36 Prozent.“ Stolz betont Schöne die zweite Säule des Klinikverbundes, die mit der Fachabteilung Orthopädie unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Veihelmann sogar mit einer Steigerung von 25,8 Prozent aufwarten kann. Der Spezialist für Wirbelsäulenprobleme und Bandscheibenvorfälle negiert die häufigen Operationsmodelle und setzt auf konservative Methoden, die mittels Muskelaufbau zu weitaus höheren Erfolgsmodellen führen. Mit seinen Methoden überzeugt er Patienten und Spezialisten. Ein neu angeschafftes Röntgengerät, der „C-Bogen“, ermöglicht ihm ein spezielles Injektionsverfahren, um die Wirbelsäulenbereiche mit entzündungshemmenden Mitteln zu versorgen, die Schmerzen der Patienten zu lindern und ihnen einen größtmöglichen Bewegungsspielraum zu ermöglichen. „Die Injektionen ermöglichen eine Heilung von innen heraus“, so Veihelmann. Diese, in der Fachwelt noch kontrovers diskutierte Methode hat bereits viele Anhänger gefunden, da offene Operationen an der Wirbelsäule vermeidbar werden. Für seine „Schmerztherapie“ hat der Spezialist bereits bei internationalen Patienten hohes Ansehen erworben und schon Anmeldungen aus Saudi Arabien erhalten.

Diese positive Entwicklung zählt für Stefan Bode, kaufmännischer Direktor der Klinik und geschäftsführender Direktor des angegliederten „Schwarzwald Panorama“ Hotels als Auftakt für weitere, qualitätssteigernde Zukunftsprogramme. „Wir wollen in der oberen Liga mitspielen und werden weiterhin Investitionen vorantreiben, die sich in Zukunft positiv für den Klinikverbund auswirken“. Für alle Beteiligten sind zufriedene Patienten wie Hans Sorge die beste Empfehlung.