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Das Gebäude in Engelsbrand ist eingezäunt, ein Security-Mitarbeiter überwacht das Geschehen. 

Drei Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkunft in Engelsbrand: Gesundheitsamt stellt gesamte Einrichtung unter Quarantäne

Engelsbrand. In einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Engelsbrand, die der Enzkreis seit längerer Zeit angemietet hat, sind drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsamt des Enzkreises am Mittwochabend mit.

Ordnungsdezernent Dr. Daniel Sailer hat nach Bekanntwerden der Fälle die gesamte Einrichtung unverzüglich unter Quarantäne stellen lassen: „Das bedeutet, dass alle 34 Menschen, die dort wohnen – also auch die, die bei der durchgeführten Testung aller Bewohner ein negatives Ergebnis hatten – das Haus für zwei Wochen nicht verlassen dürfen.“ Bis Mittwochabend waren allerdings erst zwei Drittel der Testergebnisse aus dem Labor beim Gesundheitsamt eingetroffen. „Es könnten also aufgrund des relativ engen Zusammenlebens in Wohngemeinschaften durchaus noch Fälle dazukommen – nicht zuletzt auch deshalb diese doch recht weitreichende Quarantäne-Maßnahme.“

Kontaktpersonen in gesondertes Gebäude verlegt 

Laut dem Leiter des Amtes für Migration und Flüchtlinge, Andreas Kraus, wurden eine positiv getestete Person aus der Gemeinschaftsunterkunft zusammen mit ihrer insgesamt fünfköpfigen Familie sowie ein weiterer positiv Getesteter gemeinsam mit zwei Kontaktpersonen ersten Grades – insgesamt also acht Personen - in ein gesondertes Gebäude im Enzkreis verlegt, um weiteren Ansteckungen in der Gemeinschaftsunterkunft, in der Menschen verschiedenster Nationalitäten leben, entgegen zu wirken. „Ansonsten möchten wir Verlegungen jedoch möglichst vermeiden.

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Wir halten es für zielführender, die gesamte Einrichtung unter Quarantäne zu stellen und die Bewohner dazu zu verpflichten, in ihren Zimmern zu bleiben, statt das Virus eventuell unnötig zu transportieren. Jemand, der heute noch negativ ist, kann ja morgen leider schon positiv getestet werden“, erläutert Dr. Sailer die Hintergründe der Entscheidung.

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Die dritte positiv getestete Person bewohnt laut Kraus mit ihrer Familie in der Anschlussunterbringung eine gesonderte Dachgeschoss-Wohnung in der Gemeinschaftsunterkunft in Engelsbrand, soll dort auch verbleiben und darf diese für die Dauer der Quarantäne nicht verlassen. Eine Versorgung dieser Familie und der übrigen Bewohner mit Lebensmitteln „von außen“ ist gewährleistet. 

Sicherheitsdienst im Einsatz

Damit niemand die betreffenden Gebäude verlässt oder sie jemand unbefugt betritt, ist ein Sicherheitsdienst an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr bei dem Gebäude in Engelsbrand und an dem Haus, in das die acht Personen verlegt wurden, im Einsatz. Bauzäune sorgen zusätzlich für eine bauliche und optische Barriere. Drei Wochen lang wird der Malteser Hilfsdienst an drei Tagen die Woche an beiden Standorten Screenings durchführen, das heißt bei allen Bewohnern werden Gesundheitschecks inklusive Fiebermessungen vorgenommen. Wie Sailer weiter berichtet, hat das Gesundheitsamt unverzüglich nach Bekanntwerden der positiven Testergebnisse zudem mit der Kontaktnachverfolgung begonnen. Für alle Beteiligten wurde überdies Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt.

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„Wir haben alle unsere Maßnahmen eng mit den betroffenen Gemeinden als den zuständigen Ortspolizeibehörden sowie mit den Flüchtlingsbeauftragten der Gemeinden und dem Unterkunftsleiter abgestimmt“, wie Dr. Sailer abschließend betont. „Wir gehen davon aus, dass wir alles Nötige für einen effektiven Schutz der betroffenen Personen in den Unterkünften, aber auch all der anderen Menschen, die in den jeweiligen Gemeinden leben, veranlasst haben.“ Nächste Woche sollen laut Sailer nochmals alle Bewohner der betroffenen Unterkünfte getestet werden. 

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