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Vielleicht klappt es in Remchingen doch noch mit der Betreuung in den Ferien.  Foto: dpa 

Dreiwöchige Lücke: Ferienbetreuung in Remchingen sorgt für Ärger

Remchingen. In heller Aufregung seien die Eltern, deren Kinder die Kernzeitbetreuung nutzen. Das sagte Elternsprecherin Petra Friedel in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Innerhalb weniger Tage hätten sich rund 60 Eltern zusammengeschlossen.

Grund ihres Ärgers: Anfang der Woche hätten die Eltern erfahren, dass die Obhut in den Ferien drei Wochen lang nicht organisiert werden könne. Stattdessen gebe es Erlebnis-Sportwochen eines auswärtigen Anbieters, die mehr als 500 Prozent teurer seien als die übliche Betreuung.

Britta Hoffmann vom Amt für Bildung und Familie erklärte die Probleme der Gemeinde. Die Mitarbeiterinnen der Kernzeit müssten ihren Urlaub in der Ferienzeit nehmen, deshalb entstehe die Lücke. Zum Teil gebe es ein eingeschränktes Angebot, aber für drei Wochen habe man keine Lösung gefunden. Da sei das Angebot des österreichischen Veranstalters sehr gelegen gekommen. Mit 128 Euro liegen die Kosten für eine Woche zwar viel höher als das übliche Angebot der Gemeinde, das bisher extrem günstig gewesen sei – aber es werde viel geboten.

Dennoch nehme man die Sorgen der Eltern ernst, so Hoffmann. Sie habe sich im Vorfeld der Sitzung mit Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon beraten, der erkrankt war und fehlte. Man sei übereingekommen, noch einen Versuch zu starten, um ein Angebot auf die Beine zu stellen. Vier Wochen lang sollen die Kinder zwischen 7.30 und 13.30 Uhr betreut werden – falls eine Kraft gefunden wird. Sollte das nicht gelingen, sei die Gemeinde bereit, den Eltern einen Zuschuss für das teurere Angebot zu bezahlen – gegen Vorlage eines Einkommensnachweises.

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