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Welches Leid Betroffene erfahren, aber vor allem, wie man verhindern kann, dass Kinder unterdrückt werden – darum ging es in einer Diskussion im PZ-Forum.
Welches Leid Betroffene erfahren, aber vor allem, wie man verhindern kann, dass Kinder unterdrückt werden – darum ging es in einer Diskussion im PZ-Forum © Ketterl
23.03.2011

Du, Opfer: Kampf gegen Mobbing an der Schule

ENZKREIS/PFORZHEIM. Es ist ein brisantes Thema: Mobbing in der Schule. Welches Leid Betroffene erfahren, aber vor allem, wie man verhindern kann, dass Kinder unterdrückt werden – darum ging es in einer Diskussion im PZ-Forum. „Mobbing fängt im Kleinen an und wird zur Gefahr, wenn die Schikanen auf Dauer zunehmen“, sagt Hartmut Wagner vom Stadtjugendring Pforzheim.  

Thomas Gustorff von der Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche kennt die Statistiken: „In einer neuen Studie geben drei bis fünf Prozent der Schüler an, ein- oder mehrmals pro Woche von Mitschülern schikaniert zu werden. Bei rund 10 Millionen Schülern in Deutschland entspricht das knapp 500 000 Mobbing-Opfern.“

Dass Mütter und Väter sich direkt in den Konflikt ihrer Kinder einmischen, womöglich das Gespräch mit den Täter-Eltern suchen, davon rät Monika Kaufmann, Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle, dringend ab. Ihr Tipp: Die Kinder ernst nehmen, sich an den Klassenlehrer, Schulleiter oder die Schulsozialarbeit, bestimmte Beratungsstellen und die Beratungslehrer wenden. Zumindest Letztere kennen sich durch spezielle Weiterbildungen mit Mobbing aus und wissen, wie man am besten eingreift.#