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09.01.2017

Duell ums Ispringer Rathaus zwischen Winkel und Zeilmeier

Der Schlussstrich wurde gestern Abend um 18 Uhr gezogen. Ispringens Hauptamtsleiter Thomas Ruppender und der Wahlausschussvorsitzende Hans-Peter Huber schauten im Rathaus-Briefkasten nach, ob noch eine weitere Kandidatur für die Bürgermeisterwahl am 5. Februar eingegangen war – dann endete die Bewerbungsfrist für das Rennen um das Amt an der Verwaltungsspitze. Es ist beim Duell geblieben. Amtsinhaber Volker Winkel, der frühzeitig angekündigt hatte, dass er es wieder wissen will, hat in dem früheren Bauamtsleiter der Gemeinde, Thomas Zeilmeier, einen Herausforderer.

Wahlausschuss tagt heute

Offiziell besiegelt wird das Duell um den Posten des Rathauschefs in Ispringen am heutigen Abend, wenn um 18 Uhr der Gemeindewahlausschuss über die Zulässigkeit der Bewerbungen befindet. Im Ausschuss vertreten sind alle Fraktionen des Gemeinderats. Die Vertreter diskutieren auch, wie die zentrale Kandidatenvorstellung der Gemeinde am Donnerstag, 26. Januar, in der Sport- und Festhalle ablaufen soll. Dabei geht es um Fragen, wie viel Redezeit die Bewerber erhalten, dass elektronische Hilfsmittel ausgeschlossen werden und dass der Zeitpunkt der Bewerbung darüber entscheidet, wer zuerst ans Rednerpult tritt.

Bis zum Wahltag am Sonntag, 5. Februar, sind natürlich die Kandidaten selbst im Einsatz, um sich und ihre Vorhaben den Wählern vorzustellen. Der 1. Vorsitzende des Vereins Bürgerhaus Regenbogen, Karl-Ulrich Bürkle, möchte aber auch in privater Initiative Einblicke geben, „was für Typen die Kandidaten sind“, wie Bürkle sagt. Er plant für den Freitag, 20. Januar, einen Abend im Bürgerhaus, an dem er selbst als Moderator den Bewerbern im lockeren Gespräch im Rahmen der Reihe „So gschwenn mol uf de Scheunetrepp“ auf den Zahn fühlt. Die Abstimmung mit den Kandidaten geht Bürkle jetzt an – auch er wartete das endgültige Bewerberfeld noch ab. Anmeldungen zu dem Abend sind per Mail an ku.buerkle@karl-buerkle.de möglich. Je nach Größe des Interesses findet der Abend dann entweder im Bistro oder im Mittelteil des Bürgerhauses statt. Die Ispringer Wahl verspricht viel Spannung. Für Zunder hatten früh Gemeinderäte gesorgt. Zunächst hatte der 1. Bürgermeister-Stellvertreter Wolfgang Ballarin den Vorsitz im Gemeindewahlausschuss abgelehnt, weil er im Wahlkampf nicht neutral bleiben wolle. Im Dezember hatten er und viele weitere Gemeinderäte dann Volker Winkels Amtsführung als Bürgermeister ungewöhnlich offen kritisiert. Mit Zeilmeier hatte sich nach Weihnachten ein Gegenkandidat mit Verwaltungserfahrung gemeldet.

Bei einem Duell gibt es wenig Szenarien dafür, dass die Entscheidung nicht in der ersten Runde am 5. Februar fällt. Das wäre nur dann nicht der Fall, sollten beide Bewerber 50 Prozent holen – oder sollten so viele Ispringer Wähler einen anderen Namen auf den Stimmzettel schreiben, dass der führende im Bürgermeisterrennen die 50-Prozent-Hürde nicht meistert. Für alle Fälle ist ein Termin für eine zweite Runde mit dem Sonntag, 19. Februar, schon fixiert.