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John-Marco Fader wurde nach der Entlassung aus dem Kommandantenamt zum Ehrenkommandant ernannt. Bürgermeister Jörg-Michael Teply (von links), John-Marco Fader und seine Frau Regina Fader sowie Altbürgermeister Helmut Sickmüller.  Foto: Tilo Keller 

Ehemaliger Wurmberger Feuerwehrkommandant emotional aus dem Amt verabschiedet

Wurmberg. Der Abschied des ehemaligen Kommandanten John-Marco Fader aus seinem Amt ist bei der Hauptversammlung der Wurmberger Feuerwehr im Mittelpunkt gestanden. „Für mich ist es Zeit, mich als Kommandant zu verabschieden“, sagte Fader, der nach 21 Jahren als Kommandant bereits im Februar in Daniel Disam einen Nachfolger gefunden hatte. Fader ist bereits im Jahr 1982 in die Feuerwehr eingetreten und war von 1991 bis 2001 stellvertretender Kommandant, ehe er an die Spitze gewählt wurde.

Der Dank der Feuerwehrkameraden und von Bürgermeister Jörg-Michael Teply, der von Altbürgermeister Helmut Sickmüller begleitet wurde, fiel besonders herzlich aus. So hatte Fader an diesem Abend immer wieder mit Tränen zu kämpfen, nicht zuletzt bei seiner eigenen Dankesrede. Der scheidende Kommandant erhielt nicht nur eine Landesehrung für 40 Jahre Dienst in der Wehr, sondern auch eine Anerkennungsurkunde der Gemeinde, das deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber des Feuerwehrverbands sowie den Titel des Ehrenkommandanten.

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Landesehrungen für 15, 25 und 40 Jahre Dienst (von links): Kreisbrandmeister Carsten Sorg, stellvertretender Verbandsvorsitzen Joachim Straub, Kommandant Daniel Disam, Andreas Bechtle (25 Jahre), John-Marco Fader (40 Jahre), Sebastian Rinkert (15 und 25 Jahre), Fabian Stimpfig (15 Jahre), Ramona Stamm (15 Jahre) und Bürgermeister Jörg-Michael Teply. Foto: Tilo Keller

Auszüge aus den Reden des Abends

Kommandant Daniel Disam: „Seine Wahl war nicht ganz freiwillig“, sagte Kommandant Daniel Disam über seinen Vorgänger John-Marco Fader, der sich als Stellvertreter zur Wahl gestellt hatte. „Im Rückblick auf das, was er alles bewegt hat, war es genau die richtige Wahl. Er war 21 Jahre das Gesicht der Feuerwehr. Ich habe ihn als ausgeglichenen Feuerwehrmann kennengelernt. Selbst wenn Diskussionen ausgeufert sind, hat er immer versucht, es mit Diplomatie zu lösen.“

Kreisbrandmeister Carsten Sorg: „Ich bin froh, dass Versammlungen wieder möglich sind, das hat uns als Feuerwehr gefehlt. Man muss sich wieder daran gewöhnen, aber ich hoffe, dass es sich normalisiert und so bleibt. Mitgliederwerbung ist in aller Munde. Man darf aber diejenigen, die bei uns sind, nicht vergessen, damit sie bei uns bleiben. Die Feuerwehr ist nicht mit einem Verein zu vergleichen, wir erfüllen eine hoheitliche Aufgabe, die mit Gefahren verbunden ist.“

Bürgermeister Jörg-Michael Teply: „Dass das Feuerwehrhaus abends dunkel ist, das gab es vor Corona eigentlich nicht. Jetzt haben wir die Chance, die Kameradschaft wieder zu pflegen. Nach Eintreffen des neuen Fahrzeuges im vergangenen Jahr sollte das alte Fahrzeug eigentlich verkauft werden. Dann kam die Ukraine-Krise. Es hat wunderbar und schnell geklappt, das Fahrzeug dorthin zu bringen. Ein Fahrer-Trio der Feuerwehr hatte es in die Ukraine transportiert.“

Jugendleiter Fabian Stimpfig: In meinen zwölf Jahren, in denen ich in der Jugendleitung tätig bin, habe ich sowas wie Corona noch nie erlebt. Von heute auf morgen ging nichts mehr. Stattdessen führten wir die Corona-Schnitzeljagd ein, bei der die Jugend jede Woche an verschiedenen Stationen im Ort unterwegs war, um Rätsel zu lösen. Die Anzahl der Jugendlichen hat sich relativ gut gehalten. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr wieder gut durchstarten können.“

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