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18.05.2011

Eichenprozessionsspinner erobert den Enzkreis

ENZKREIS/NEULINGEN. Die Raupe des Eichenprozessionsspinners ist an einigen Stellen im Enzkreis auf dem Vormarsch. Durch seine giftigen Haare wird er für Menschen gefährlich und löst allergische Reaktionen aus. Deshalb muss er insbesondere an Waldrandlagen, etwa in der Nähe von Sportplätzen, Rad- und Gehwegen, beseitigt werden. Das geschieht durch ein Abflammen der betroffenen Baumstamm-Partien. In Kürze wird das im Bereich Neulingen notwendig, wie Oberforstrat Guido Wölfle vom Enzkreis-Forstamt bestätigte.

Bedingt durch die außergewöhnlich warmen und trockenen Temperaturen ist im Wald nicht nur die Vegetation um sechs Wochen früher dran, auch die Insektenwelt zieht rasch nach. Einen wachsamen Blick haben die Förster deshalb nicht nur auf die Eichenprozessionsspinner, sondern auch die Borkenkäfer gerichtet. Die zur Abholung bereit gelegten Holzstämme beispielsweise müssen vor den Borkenkäfern geschützt werden. Sonst würde eine erhebliche Wertminderung drohen. Wölfle hofft, dass es nicht zu einem "Wahnsinnssommer wie 2003" kommt. Daran habe man "böse Erinnerungen". Gehe es mit den Temperaturen so weiter und münde alles in einen Hitzesommer ein, dann würde das das Aus für zahllose Jungpflanzen bedeuten und auch so manches Schädlingsheer im Wald wären dann kaum noch zu stoppen.