nach oben
1937 als Wasserturm errichtet, ermöglicht die Aussichtsplattform des Baus heute von Mai bis Oktober Blicke bis weit ins Rheintal hinein. Foto: Bechtle/PZ-Archiv
1937 als Wasserturm errichtet, ermöglicht die Aussichtsplattform des Baus heute von Mai bis Oktober Blicke bis weit ins Rheintal hinein. Foto: Bechtle/PZ-Archiv
17.01.2019

Eilantrag gegen Nutzung des Wasserturms in Dobel als Aussichtspunkt vom Tisch

Dobel. Vom Wasserturm in Dobel werden Besucher vorerst weiterhin die Aussicht auf den Ort und bis weit ins Rheintal hinein genießen können. Der Eilantrag eines unmittelbaren Anwohners beim Verwaltungsgericht in Karlsruhe ist bereits im Dezember von den Richtern abgelehnt worden. Der Kläger fühlte sich von Blicken auf sein Grundstück gestört und wollte dies unterbinden. Doch nun ist auch die Frist verstrichen, in der der Dobler Bürger Beschwerde gegen das Urteil hätte einreichen können.

Dieses sei damit unanfechtbar, wie Wilfried Holz, Richter am Verwaltungsgericht und Pressesprecher der Behörde auf Anfrage der PZ gestern sagt. Gegen Urteile der Karlsruher Kammern kann innerhalb eines Monats Beschwerde eingereicht werden. Da das Urteil am 11. Dezember gefällt worden ist, hätte der unmittelbare Anwohner des 25 Meter hohen Turms bis mindestens vergangenen Freitag Zeit gehabt, sich juristisch gegen den Richterspruch zu wehren. Denn es dauere auch meist einige Tage, bis die Prozessbeteiligten schriftlich informiert würden, so Holz. Und erst dann beginne die einmonatige Frist.

Mit Hilfe eines Eilantrags in Karlsruhe wollte der Kläger vorläufig und vor allem zeitnah untersagen lassen, dass der Bau als Aussichtspunkt genutzt werden darf. Die Kammer habe dabei aber nicht grundsätzlich geprüft, ob von dem 1937 erbauten Wasserturm Besucher auch die Sicht über das Umland genießen dürften, betonte Holz bereits vergangene Woche. Lediglich die Eilbedürftigkeit sei geprüft worden. „Da der Turm mindestens seit 2015 als Aussichtsturm genutzt wird und die Plattform außerdem erst wieder ab 1. Mai geöffnet hat, ist diese abgelehnt worden“, so Holz weiter.

Laut Christoph Schaack, Bürgermeister in Dobel, habe der Kläger seit einiger Zeit erwirken wollen, die Fensterscheiben abzukleben, von denen aus auf sein Grundstück geschaut werden könne.