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Tiefenbronn hat eine Grobanalyse der Straßenbeleuchtung vornehmen lassen, um festzustellen, ob eine Umstellung auf LED-Lampen für die Gemeinde wirtschaftlich ist. Foto: Tilo Keller
Tiefenbronn hat eine Grobanalyse der Straßenbeleuchtung vornehmen lassen, um festzustellen, ob eine Umstellung auf LED-Lampen für die Gemeinde wirtschaftlich ist. Foto: Tilo Keller
06.06.2017

Ein Fahrplan zum Energiesparen

Tiefenbronn. Im Rahmen des örtlichen Klimaschutzkonzeptes hat die Gemeinde Tiefenbronn eine Grobanalyse der Straßenbeleuchtung durch das Energie- und Bauberatungszen-trum Pforzheim/Enzkreis (ebz) vornehmen lassen. Damit sollte festgestellt werden, ob die Umstellung der insgesamt 799 Leuchten, die größtenteils im Jahr 2007 mit Metallhalogendampflampen ausgerüstet worden sind, auf LED-Technik wirtschaftlich ist.

„Die Gemeinde spart mit LED-Beleuchtung bis zu 70 Prozent Energie ein und reduziert den CO2-Ausstoß um bis zu 170 Tonnen“, so das Fazit von Armin Holdschick, Leiter der Kommunalberatung des ebz, der dem Gemeinderat seine Berechnungen vorstellte. Durch die Umstellung könne die Gemeinde langfristig mehrere Tausend Euro einsparen.

„Es wäre ein Frevel, in Neubaugebieten bereits Lampen auszutauschen“, warf Gemeinderat Stefan Kunle (CDU) ein und schlug vor, die Beleuchtung lieber bei Straßensanierungen umzustellen. „Das ist die übliche Vorgehensweise“, erklärte Bürgermeister Frank Spottek und schlug vor, für den Austausch einen „Fahrplan“ zu überlegen. „Das ist ein erstrebenswertes Ziel, auch hinsichtlich des CO2-Ausstoßes“, sagte Gemeinderat Karl-Heinz Wagner. Den Austausch der Beleuchtung sah Bürgermeister Spottek als wichtigen Aspekt des Klimaschutzkonzeptes, zählte dazu aber noch weitere Punkte auf, wie ein Nahwärmekonzept, bei dem man zunächst auf die Bürger zugehen und Interesse abfragen müsse.

Die Gemeinde geht voran

Da die Gemeinde zum kommunalen Energienetzwerk im Enzkreis gehört, das durch Bundesmittel gefördert wird, konnte mithilfe eines Softwareprogramms bereits ein Energiemanagement für gemeindeeigene Gebäude eingeführt werden. Außerdem wurden energietechnische Beratungen für einzelne Gebäude in Anspruch genommen, um weitere Maßnahmen zu planen.

Im Rahmen der Netzwerkarbeit soll nun ein Einsparbeteiligungsprojekt an Schulen und Kindertagesstätten auf den Weg gebracht werden. „Ich denke, das ist ein tolles Programm zur Sensibilisierung der jüngsten Nutzer“, sagte Bürgermeister Spottek. Energie- und Kosteneinsparungen sollen durch bewussten Umgang mit Energie vermittelt werden. Die Gemeinderäte stimmten der Teilnahme der Grundschule Tiefenbronn und aller örtlichen Kindergärten am Energieeinsparprojekt zu.