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Viel Zeit verbringen (von links ) Gaschu Kehl, Janine Schütz und Ines Magas im Ispringer Pop-Up-Store. Sie sind drei von sieben Ehrenamtlichen, die den Laden in der Hauptstraße betreiben. Foto: Roller

Ein Laden voller Idealismus - wie eine Ispringerin den Ortskern wieder beleben möchte

Ispringen. Drei Tage in der Woche, insgesamt mehr als zwölf Stunden, steht Janine Schütz im Laden – ehrenamtlich, in ihrer Freizeit, ohne Bezahlung. Niemand zwingt sie dazu. Schütz macht das freiwillig und sie macht das gerne, weil sie hofft, damit vor Ort, im Kleinen, etwas Positives bewirken, eine Veränderung anstoßen zu können. Ein Gedanke, mit dem sie nicht alleine ist: Insgesamt arbeiten sieben Ehrenamtliche in dem Pop-Up-Store, den es seit Anfang Juni in der Ispringer Hauptstraße gibt.

Alle Beteiligten eint ein Ziel: der Wunsch, den Ortskern wieder zu beleben. Denn dort ist in den vergangenen Jahren das passiert, was in vielen vergleichbaren Kommunen auch passiert ist: Immer mehr Läden haben dicht gemacht.

„Wir wollen zeigen, dass man etwas bewegen kann“, sagt Schütz. „Wir wollen, dass unsere Initiative ansteckt.“ Nachhaltigkeit lautet das Stichwort. In ihrem Laden geben die sieben Frauen rund 30 Kunsthandwerkern aus der Region Gelegenheit, ihre Waren zu präsentieren und zu verkaufen. Von Kräutersalz und Seife über Klamotten, Schmuck und Möbel bis hin zu Bildern und Papierkunstwerken gibt es dort alles. Kleine Visitenkärtchen an den Produkten sorgen dafür, dass Kunden und Künstler miteinander in Kontakt treten können. Ein gewaltiger Unterschied zum anonymen Onlinehandel.

Was am Anfang nur eine Schnapsidee in lockerer Runde beim Pizza-Essen war, hat konkrete Formen angenommen. Die Ehrenamtlichen helfen, wann immer Beruf, Familie und Freunde es zulassen. Ihnen geht es nicht um den Kommerz oder um den Profit, sondern um die Kontakte zu den Menschen. Kontakte, die sich sonst vielleicht nie ergeben hätten. Aber bald ist damit Schluss. Denn am 24. August schließt der Laden wieder – nicht, weil er muss, sondern, weil auch das zum Konzept gehört. Denn „Pop-Up“ bedeutet, dass der Laden nach einer Weile wieder verschwindet.

Mehr Infos gibt es im Internet unter www.popup21.de.

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