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Rund 1,2 Millionen Euro haben sich bei einem Brand in der Brettener Baufirma Harsch in Rauch aufgelöst. Ausgebrannt sind vor allem große Baumaschinen und Lkw. Eines steht schon fest: Es war Brandstiftung.
Rund 1,2 Millionen Euro haben sich bei einem Brand in der Brettener Baufirma Harsch in Rauch aufgelöst. Ausgebrannt sind vor allem große Baumaschinen und Lkw. Eines steht schon fest: Es war Brandstiftung. © Harsch GmbH
Rund 1,2 Millionen Euro haben sich bei einem Brand in der Brettener Baufirma Harsch in Rauch aufgelöst. Ausgebrannt sind vor allem große Baumaschinen und Lkw. Eines steht schon fest: Es war Brandstiftung.
Rund 1,2 Millionen Euro haben sich bei einem Brand in der Brettener Baufirma Harsch in Rauch aufgelöst. Ausgebrannt sind vor allem große Baumaschinen und Lkw. Eines steht schon fest: Es war Brandstiftung. © Harsch GmbH
10.10.2016

Ein Täter für zwei Brände in Brettener Baufirma und Karlsruher Yachthafen?

Bretten. Nach zwei Brandstiftungen, bei denen in der Nacht zum Samstag in Karlsruhe Motoryachten und in Bretten am Samstagabend Baumaschinen und Straßenbaufahrzeuge ein Raub der Flammen wurden, hat die Kripo des Polizeipräsidiums Karlsruhe die zehnköpfige Ermittlungsgruppe „Fire“ eingerichtet. Gemeinsam ist den beiden Brandstiftungen auf den ersten Blick jedoch nur das Ausmaß an krimineller Energie und die hohen Schadenssummen von über 200.000 Euro (Yacht-Brand) und 1,2 Millionen Euro (Brand in Baufirma).

Durch Bündelung der Spezialisten unter Bildung von zwei regionalen Ermittlungsabschnitten in Karlsruhe und Bruchsal ist damit ein enger Informationsaustausch und -abgleich gewährleistet. Bisher liegen allerdings keinerlei Anhaltspunkte vor, die auf einen Zusammenhang der beiden mit hoher krimineller Energie und großem Schaden verbundenen Brandstiftungen schließen lassen. Dennoch soll auch diese Möglichkeit nicht außer Acht bleiben.

Die kriminaltechnischen Spurensicherungsmaßnahmen vor Ort sind bereits abgeschlossen. Im Bereich des betroffenen Brettener Firmenareals sind darüber hinaus am Montagnachmittag Suchmaßnahmen nach möglichen Beweismitteln mit Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei ohne neue Ergebnisse durchgeführt worden. Unterdessen dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der EG „Fire“ an. Die Ermittler bitten um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung zu beiden Bränden, die beim Kriminaldauerdienst unter (0721) 939-5555 entgegengenommen werden.

Der Brand in der Brettener Baufirma: Hilft Videoüberwachung weiter?

Insgesamt 15 Baumaschinen und Straßenbaufahrzeuge wurden am Samstagabend um 20.15 Uhr auf einem Firmengelände an der Rinklinger Straße in Bretten ein Raub der Flammen. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt. Nach jetzigem Stand der Erkenntnisse kletterten ein oder mehrere Täter über den Zaun, um sich Zugang zum Gelände zu verschaffen. Es wurde versucht, möglichst viele Fahrzeuge und Maschinen gleichzeitig in Brand zu setzen. Dabei wurde das Feuer an drei Stellen auf dem Gelände gelegt: dem Lastwagenstellplatz, einem Lager für Baumaschinen und beim Stellplatz der Fahrmischer. Dazu seien handelsübliche Grillanzünder benutzt worden. 

Das mögliche Tatmotiv liegt derzeit noch im Dunkeln. Konflikte mit Mitarbeitern, die zu einer solchen Tat führen könnten, gebe es nicht, unterstrich Rolf Harsch vom betroffenen Brettener Bauunternehmen Harsch. Aufschluss könnte möglicherweise ein Überwachungsvideo geben, auf dem die Tat zu sehen ist. Zum Inhalt sowie zur Verwertbarkeit des Filmmaterials konnte man sich jedoch nicht konkret äußern, da es sich derzeit zur Auswertung bei der Kriminalpolizei befindet.

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe der "Pforzheimer Zeitung" oder im E-Paper auf PZ-news.

Den ersten Artikel zum Thema lesen Sie hier: Großeinsatz in Bretten: Brandstiftung in Baufirma - Millionenschaden

Der Brand im Karlsruher Rheinhafen: Sieben Yachten in Flammen

Am Samstag gegen 1 Uhr entdeckte ein Mann einen Feuerschein aus einem Trockendock im Bereich der Nordbeckenstraße im Karlsruher Hafen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte vor Ort standen mehrere Motoryachten im Brand. Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe sowie die Freiwillige Feuerwehr Mühlburg waren mit 8 Fahrzeugen und 28 Mann im Einsatz und konnten den Brand schnell löschen. Trotzdem wurden 4 Motoryachten komplett zerstört und 3 weitere beschädigt. Der Gesamtschaden dürfte mindestens 200.000 Euro betragen.