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Das kommunalpolitische Urgestein Siegfried Wankmüller mit seinem acht Jahre alten Hund Benni. Foto: Dast-Kunadt
Das kommunalpolitische Urgestein Siegfried Wankmüller mit seinem acht Jahre alten Hund Benni. Foto: Dast-Kunadt
12.02.2018

Ein echter Schaffer: Langenbrander Wankmüller ist seit Jahrzehnten für die SPD im Gemeinderat aktiv

Schömberg. In der Küche des alten Schwarzwälder Bauernhauses ist es kuschelig warm. Siegfried Wankmüller hat bereits am frühen Morgen den Ofen eingeheizt und man kann das Knacken und Prasseln der verbrennenden Holzscheite hören.

Es duftet nach frisch gebrühtem Kaffee und durch das große Küchenfenster fällt der Blick direkt auf große alte Obstbäume, die verschneit auf der Wiese hinter dem Haus stehen. „Gleich hier vorne rechts steht ein alter Nussbaum und etwas weiter unten, das ist eine Birne“, erzählt der fast 77-Jährige.

Jeden Winkel dieses Fleckchens Erde kennt er wie seine Westentasche und das Leuchten in seinen Augen verrät, dass ihm hier alles viel bedeutet. Langenbrand ist Wankmüllers Heimat und zu Hause gleichermaßen. Hier wurde er geboren, hier hat er seine Familie gegründet, hier hat er geliebt, gelebt und gearbeitet. Sein Leben lang. Und bis heute bringt er sich mit Leidenschaft in die Geschicke der Gemeinde Schömberg als SPD-Gemeinderat ein. „Seit nunmehr über 40 Jahren“, sagt er und schiebt die silberne Ehrenmedaille und -nadel der Gemeinde langsam über den Küchentisch.

Ende Januar ist er für sein Engagement ausgezeichnet worden. Und sowohl die Acrylstähle des Gemeindetags Baden-Württemberg, als auch das Kästchen mit der Medaille liegen griffbereit auf dem Tisch. Wankmüller beginnt zu erzählen: „1975 bin ich erstmals zur Gemeinderatswahl für die SPD angetreten.“ Für die SPD, weil er schon immer sozial engagiert gewesen sei, fügt er an. Sein SPD-Kollege und Freund Peter Burkhard habe ihn geholt. Allerdings verpasste er den Einzug in den Rat. „Ein anderer Kollege hat sechs Stimmen mehr bekommen“, so Wankmüller, der schon damals Mitglied des Langenbrander Ortschaftsrats war, 1983 sogar stellvertretender Vorsitzender wurde und seit 2001 das Gremium leitet. In den Schömberger Gemeinderat zog er nur zwei Jahre später dann doch noch ein. Das war im Mai 1977. „Der Kollege, der bei der ursprünglichen Wahl sechs Stimmen mehr als ich bekommen hatte, zog aus der Gemeinde weg und ich rückte in das Gremium nach“, erzählt. Was ihn in den folgenden vier Jahrzehnten bei der kommunalpolitischen Stange gehalten hat? „Das Mitgestalten von Baugebieten unter ökologischen und anderen Gesichtspunkten macht mir bis heute am meisten Spaß“, so Wankmüller. Meilensteine seien Bau und Schließung des Wellenbades gewesen. Auch das Thema Tourismus liege ihm sehr am Herzen. Stolz ist er auf den Neubau des Langenbrander Kindergartens Rappelkiste, die Renovierung des Langenbrander Bürgerhauses und des Kurhauses in Schömberg sowie auf den Bau des Generationen-Aktiv-Parks. „Auf den neuen Aussichtsturm in Oberlengenhardt mit einer sogenannten Flyline freue ich mich – obwohl wir ursprünglich vorgeschlagen hatten, die Flyline vom Langenbrander Windrad aus starten zu lassen“, meint der Gemeinderat, dessen Tage im Rat gezählt sind. Er habe noch rund eineinhalb Jahre bis zur nächsten Wahl, dann werde er nicht mehr antreten. „Aus Altersgründen“, wie er sagt. Doch dann überlegt Wankmüller kurz und scherzt: „Oder soll ich vielleicht doch noch mal?“r antreten. „Aus Altersgründen“, wie er sagt. Doch dann überlegt Wankmüller kurz und scherzt: „Oder soll ich vielleicht doch noch mal?“