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28.12.2009

Einbrecher sind weiterhin in der Region aktiv

PFORZHEIM/ENZKREIS. Zwölf Einbrüche, zwei Festnahmen: Kaum hat die Polizei die Spuren vom Wochenende gesichert, schlagen unbekannte Einbrecher erneut zu. Diesmal in einer Gaststätte und einem Bürokomplex. Die Polizei hat insbesondere ausländische Banden im Blick.

Über ein Fenster gelangten Unbekannte gestern in der Zeit von 1.30 bis 3.45 Uhr in eine Gaststätte an der Durlacher Straße in Pforzheim. Dort entwendeten sie nach Angaben der Polizei 160 Euro sowie zwei Flaschen Jack Daniels und mehrere Gläser. Dabei lösten die Täter die Alarmanlage aus, konnten aber flüchten. Zwar umstellte und durchsuchte die Polizei die Gaststätte. Eine anschließende Fahndung war aber erfolglos.

Auch die Einbrecher, die einen Wurmberger Bürokomplex an der Dachsteinstraße heimsuchten, hat die Polizei noch nicht gefasst. Zwischen Freitag und Sonntag hebelten sie ein Fenster auf und gelangten so ins Innere des Gebäudes. Über Diebesgut ist bislang nichts bekannt. Laut Polizei entstand jedoch ein Schaden in Höhe von 5000 Euro.

Um die Täter zu schnappen, heißt es nun: Zeugen vernehmen, Spuren sichern. Dabei gilt es nachzuvollziehen, wie die Täter eingedrungen sind, wie sie sich in den Räumen bewegt haben. Kurz: „Sich in den Einbrecher reindenken“, sagt Polizeisprecher Michael Sengle. Er macht drei Tätergruppen aus. Da gebe es jene, die wenig professionell am Versuch scheitern. Und solche, die sich auf Büro- und Ladengeschäfte spezialisiert hätten: „Das hat massiv zugenommen“, so der Polizist.

Besonders im Blick hat die Polizei ausländische Banden – und das schon längere Zeit, sagt Sengle: „Gezielt und gesteuert agieren sie in Kleingruppe an verschiedenen Orten.“ So wie die beiden Frauen aus Frankreich, die an Heiligabend eine Wohnungstür an der Sachsenstraße in Pforzheim aufgehebelt haben sollen. Die Polizei hat beobachtet, dass Täter vermehrt über die „Rheinschiene“ im Südwesten zuschlagen.

Ferienzeit ist Einbruchzeit. Daher empfiehlt die Polizei Türen und Fenster immer abzuschließen, auch wenn man die Wohnung nur kurzzeitig verlässt. Wenig ratsam sei es, die Rollläden dauerhaft zu schließen. Dies sei ein Hinweis auf Abwesenheit für die Einbrecher, sagt Sengle. „Besser sind Zeitschaltuhren an Lampen, die immer wieder für Licht in der Wohnung sorgen.“ Und aufmerksame Nachbarn, die den Briefkasten leeren und bei verdächtigen Ereignissen die Polizei informieren.

Denn gerade bei Mehrfamilienhäusern versuchen die Einbrecher unter einem Vorwand ins Haus zu gelangen. „Durch Klingeln oder einen Anruf im Vorfeld wissen sie genau, hinter welcher Wohnungstür gerade niemand ist“, sagt Sengle.

Hinweise zum Pforzheimer Einbruch nimmt die Polizei unter (0 72 31) 1 86 51 00, zum Wurmberger Fall unter (0 70 41) 9 69 30 entgegen.