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Lange ging es gut, jetzt ist es vorbei: Die Polizei hat zwei mutmaßliche Einbrecher geschnappt, denen sie 49 Wohnungseinbrüche in der Region zur Last legt.
Lange ging es gut, jetzt ist es vorbei: Die Polizei hat zwei mutmaßliche Einbrecher geschnappt, denen sie 49 Wohnungseinbrüche in der Region zur Last legt. © Symbolbild: dpa
02.10.2014

Einbruchserie aufgeklärt: Zwei Verdächtige in U-Haft, einer auf der Flucht

Auch die längste Serie hat einmal ein Ende. Im Fall der beiden mutmaßlichen, noch in Untersuchungshaft sitzenden Einbrecher, gegen die die Staatsanwaltschaft Pforzheim Anklage erhoben hat, konnte das Ende nicht früh genug kommen. Die Ermittlungsgruppe 73 beim Kriminalkommissariat Pforzheim, die nach der vorläufigen Festnahme der beiden Männer am 31. März eingerichtet worden ist, konnte jetzt nach erfolgreicher Arbeit aufgelöst werden. Insgesamt 49 Wohnungseinbrüche konnten aufgeklärt und 36 Einbruchsopfern ihr Eigentum teilweise wieder ausgehändigt werden.

Nach dem Ergebnis der umfangreichen Arbeit der aus fünf Ermittlern und einem Kriminaltechniker bestehenden Ermittlungsgruppe sind die beiden Inhaftierten sowie ein weiterer, noch flüchtiger und per europäischem Haftbefehl gesuchter Tatverdächtiger für mindestens 49 Wohnungseinbrüche in Pforzheim, im Enzkreis, im Landkreis Calw, im Landkreis Ludwigsburg sowie im Landkreis Karlsruhe verantwortlich. Der Wert des dabei erbeuteten Diebesguts liegt bei rund 200.000 Euro. Zudem beläuft sich der von der Gruppierung angerichtete Sachschaden auf weitere 50.000 Euro.

Aufmerksame Anwohner hatten einen großen Anteil an diesem Ermittlungserfolg. Durch ihre schnelle Reaktion war es der Polizei Ende März möglich, einen Täter auf frischer Tat und seinen mutmaßlichen Mittäter am gleichen Tag bei den Folgeermittlungen festzunehmen.

Die Staatsanwaltschaft Pforzheim hat gegen einen 26-jährigen Georgier und einen 36-jährigen Deutschen bereits Anklage erhoben. Der dritte Mittäter ist noch auf der Flucht.

Von den mehr als 1500 in der Wohnung der Täter aufgefundenen Beweis- und Beutestücken wurde ein Teil im Internetauftritt des Polizeipräsidiums Karlsruhe zur Identifizierung durch Geschädigte veröffentlicht. Zudem wurden zwischenzeitlich nahezu 400 geschädigte Wohnungsinhaber aus Pforzheim, dem Enzkreis sowie den angrenzenden Landkreisen angeschrieben und ihnen Gelegenheit gegeben, die in einem Ausstellungsraum ausgelegten Gegenstände anzuschauen und zu identifizieren. Dabei konnten die 36 Einbruchsopfer ihr Eigentum wiedererkennen.

Das Polizeipräsidium Karlsruhe räume, so eine Mitteilung der Polizei, der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls nach wie vor hohe Priorität ein. „Die Bilanz der Ermittlungsgruppe zeigt, dass sich konzentrierte polizeiliche Anstrengungen lohnen. Zudem ist seit Wochen erkennbar, dass die Fallzahlen beim Wohnungseinbruch rückläufig sind und dass sich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Bürgern und Polizei auszahlt“, heißt es im Schreiben aus dem Polizeipräsidium Karlsruhe.

Nach wie vor ist die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Zeugen haben mit einem sofortigen Anruf bei der Polizei ganz wesentlichen Anteil daran, dass Straftäter auf frischer Tat angetroffen und festgenommen werden können. Weitere Informationen und wichtige Tipps zum Thema Wohnungseinbruch finden Sie unter www.k-einbruch.de