nach oben
29.03.2017

Einbruchswelle in Keltern vorbei – Niedrigere Kriminalitätszahlen

Von erfreulichen Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik des vergangenen Jahres haben Neuenbürgs Revierleiter Günther Haas und sein Remchinger Amtskollege Frank Otruba im Kelterner Gemeinderat berichtet. „Die Zahlen sehen besser aus, als im Jahr zuvor“, sagte Haas. 2015 hatte Keltern mit stark angestiegenen Einbruchszahlen zu kämpfen.

27 Mal waren Einbrecher in dem Jahr am Werk gewesen, im vergangenen Jahr nur sieben Mal. Im März 2015 hatte die Gemeinde unter anderem mit einer durchgängigen Straßenbeleuchtung reagiert. Außerdem seien Streifen aus anderen Gemeinden wie Engelsbrand, für die das Polizeirevier Neuenbürg ebenfalls zuständig ist, durch Keltern gefahren, so der Revierleiter.

Hochgerechnet auf 100 000 Einwohner steht Keltern mit seiner Anzahl an Straftaten besser da, als der Enzkreis und liegt weit unterhalb des Landesdurchschnitts. Dabei sei Baden-Württemberg schon eines der sichersten Bundesländer, so Haas. Die Jugendkriminalität in Keltern hielt sich 2016 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. 96 Mal war Keltern der Tatort, in 50 Fällen kamen die Jugendlichen auch aus der Gemeinde.

Weniger als ein Viertel der Tatverdächtigen im vergangenen Jahr war nicht aus Deutschland. „Bei den ausländischen Tätern war keiner aus Syrien oder Afghanistan dabei“ betonte Frank Otruba. Er sprach auch die Situation in der Containerunterkunft an der Grenzsägmühle in Ellmendingen an. „Wir haben dort so gut wie keine Probleme“, so Otruba, Streitigkeiten in der Unterkunft gebe es nur innerhalb der Familien. „Das zeigt, dass die dezentrale Unterbringung und vor allem die Arbeit unserer Ehrenamtlichen sich auszahlen“, sagte Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger.