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Sorgen für Ordnung: Während die Besucher stöbern, kümmern sich Felix Ams, Peter Asmuth und Isabell Sartissohn (grüne T-Shirts, von links) um einen reibungslosen Ablauf. 

Eine Halle voller Lesestoff: Großer Andrang beim Bücherflohmarkt in Bilfingen

Kämpfelbach-Bilfingen. In mehreren langen Reihen stehen die Tische hintereinander, von einem Ende der Bilfinger Kämpfelbachhalle zum anderen. Auf ihnen sind unzählige Kisten platziert, gefüllt mit Büchern, Schallplatten, CDs und DVDs. Beim Bücherflohmarkt in Bilfingen sind mehr als 15 Tonnen Bücher angeboten worden.

Wie viele Medien beim Bücherflohmarkt der katholischen öffentlichen Bücherei Heilige Dreieinigkeit am Wochenende angeboten worden sind, lässt sich nicht genau sagen. Aber Peter Asmuth weiß, dass er und seine Kollegen 570 Kisten in die Halle getragen haben. Geht man davon aus, dass sich in jeder 30 Bücher befinden, kommt man auf 17100. Eine stolze Zahl. Fast so eindrucksvoll wie die Information, dass in der Kämpfelbachhalle 15 Tonnen Bücher angeboten worden sind. Ein Angebot, das am Wochenende so viele Menschen wie noch nie zuvor genutzt haben.

Der war dieses Jahr so groß, dass schon am Samstagabend deutliche Lücken in den Bücherkisten zu sehen waren und es im Kinderbereich am Sonntagmittag kaum noch etwas zu kaufen gab.

„Da war ich wirklich baff.“

Damit jeder Besucher fand, was er suchte, hatten Asmuth und die übrigen Ehrenamtlichen alle Bücher nach Themen vorsortiert, die Kinder- und Jugendliteratur im Foyer und die Sachbücher auf der Bühne aufgebaut. Insgesamt waren an beiden Tagen in mehreren Schichten beim Auf- und Abbau rund 30 Helfer im Einsatz.

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Region

Lesen ohne Ende in Bilfingen: 15 Tonnen Bücher im Angebot

Alle Medien sind der Bücherei das Jahr über gespendet und von Familie Wessinger in mühevoller Arbeit gesichtet und vorsortiert worden, damit sie beim Bücherflohmarkt ansprechend präsentiert werden konnten. Der wurde übrigens von allen Altersklassen besucht: In der Kämpfelbachhalle hat man viele Senioren gesehen, aber auch junge Familien, Kinder und Jugendliche. Manche suchten ganz gezielt nach einem bestimmten Autor, Genre oder sogar nach einem bestimmten Titel. Andere hatten Lust am Stöbern und schauten, was ihnen in die Hände fällt. Bezahlt wurde am Ende nach Gewicht: Ein Kilogramm kostete einen Euro. Eine gute Gelegenheit, um ein Schnäppchen zu machen.

Die Einnahmen kommen der Gemeindebücherei zugute, die das Geld nutzt, um neue Medien anzuschaffen und ihren Bestand immer aktuell zu halten. Für sie beginnen nach dem Bücherflohmarkt schon die Vorbereitungen fürs nächste Jahr. Will heißen: Wer Bücher spenden will, kann das bei Familie Wessinger tun.