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Fantasievoll: Die Verkleidungen der Umzugsteilnehmer strahlen mit der Sonne um die Wette.
Fantasievoll: Die Verkleidungen der Umzugsteilnehmer strahlen mit der Sonne um die Wette.
Stimmungsvoll: Fast 2000 Teilnehmer beteiligen sich mit bunten Fahnen und teils historischen Kostümen gestern Nachmittag am Kinderumzug durch Bretten. Roller
Stimmungsvoll: Fast 2000 Teilnehmer beteiligen sich mit bunten Fahnen und teils historischen Kostümen gestern Nachmittag am Kinderumzug durch Bretten. Roller
Humorvoll: Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Festakt Frommer
Humorvoll: Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Festakt Frommer
14.05.2017

Eine Stadt lässt sich feiern: Festakt und großer Umzug zum 1250-jährigen Jubiläum von Bretten

Bretten feiert sein 1250-jähriges Bestehen: Zum offiziellen Festakt am Freitagabend reiste Ministerpräsident Kretschmann an. Mit „unfreundlichen Besuchern aus Stuttgart“, scherzte der Landesvater im bestens besuchten Festzelt am Seedamm, habe man in Bretten ja nicht immer gute Erfahrungen gemacht.

Eine Anspielung auf die Belagerung der Stadt durch das Heer des Herzogs Ulrich von Württemberg im Jahr 1504. Und natürlich erinnerte er auch an die sagenhafte Kriegslist der Verteidiger Brettens: An das eiligst gemästete und vor die Tore gejagte „Brettener Hundle“, das den Truppen vor den Stadtmauern erfolgreich den Eindruck vermittelte, in Bretten gäbe es noch lange für alle Bürger und Haustiere mehr als genug zu essen.

Wichtig für die Wirtschaft

„Anders als Herzog Ulrich“, schloss Winfried Kretschmann seinen kleinen humorvollen Rückblick auf die wehrhafte Stadtgeschichte Brettens ab, sei er selbst „heute in freundlicher Absicht gekommen“. Unter Beifall fügte Kretschmann lobend hinzu: „Hut ab vor so einer munteren Bürgerschaft.“ Und wieder ganz auf das Hier und Jetzt bezogen, betonte er: „Ehrenamt und Anerkennung, beides gehört ja zusammen“. Bürgerliches Engagement sei sehr, sehr wichtig. Er unterstrich, Europa könne ja nur ausstrahlen, wenn es auf kommunaler Ebene gelebt“ werde. Und: „Wir dürfen“, glaube ich, sehr froh sein über den Wahlausgang in Frankreich“.

Bretten, so Kretschmann weiter, sei ein „wichtiger Wirtschaftsstandort mit eigener Innovationsinitiative“. Hier zitierte er einen griffigen Slogan des 1957 in Pforzheim geborenen Brettener Oberbürgermeisters Martin Wolff: „In Bretten geht was!“

Und zur unvergänglichen Bedeutung Philipp Melanchthons sagte der Ministerpräsident: „Die Brettener können stolz sein auf den größten Sohn ihrer Stadt“. Er sei, durch seine Art des verbalen Ringens auch heute „ein Vorbild für unsere Demokratie“.

Wie Melanchthon bewerte er selbst Bildung als Schlüssel für eine humane Gesellschaft. Abschließend ließ der Landesvater die Brettener noch wissen: „Das Land Baden-Württemberg ist stolz auf sie“.