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Musik bei der Märchenbeleuchtung: Hans-Peter Greul als Balu, der Bär, Mérette Greb als Mogli, Dieter Westerteicher als schwarzer Panther Baghira (von links) und weitere Musiker (nicht im Bild) begeisterten ein großes Publikum mit Liedern zum „Dschungelbuch“ und einer Kiste voller Bananen.
Musik bei der Märchenbeleuchtung: Hans-Peter Greul als Balu, der Bär, Mérette Greb als Mogli, Dieter Westerteicher als schwarzer Panther Baghira (von links) und weitere Musiker (nicht im Bild) begeisterten ein großes Publikum mit Liedern zum „Dschungelbuch“ und einer Kiste voller Bananen.
Die drei Geschwister Jonas, Jenny und Jacqueline (hinten) aus Keltern spielten das lange nicht mehr gesehene Märchen „Des Kaisers neue Kleider“.
Die drei Geschwister Jonas, Jenny und Jacqueline (hinten) aus Keltern spielten das lange nicht mehr gesehene Märchen „Des Kaisers neue Kleider“.
24.07.2016

Einfach fabelhaft: Märchenbeleuchtung in Dennach mit vielen Aktionen und Besuchern

Neuenbürg-Dennach. Nach ein, zwei Runden wissen alle, wie’s geht. Dann drehen sie auf, finden in ihre Rolle – und spielen sich ins Herz der Zuschauer. 120 Darsteller sind zwei Stunden lang Hexe, Hase, Teufel oder Prinz. Aus dem Stehgreif spielen sie 23 Märchen vor bunten Kulissen – mit Fremden oder Familienmitgliedern.

Sie sind geschminkt, tragen teils uralte Kostüme. Und begeistern mehr Besucher denn je: „So voll war es schon lange nicht mehr“, freuen sich die Organisatorinnen Susanne Kruschel und Tina Diener am ersten Abend der Märchenbeleuchtung in Dennach. An den Kassen seien die Eintrittskarten bereits ausgegangen. Morgens hätten sie noch besorgt zum Himmel geschaut. Doch das Wetter sei optimal. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt auch Thomas Mast von der Festgemeinschaft Dennach.

Wenn der Vater mit dem Sohne

„Diese Mischung aus jungen und älteren Spielern“, gefällt zum Beispiel Daniel Tichopad aus Dobel, dessen Sohn Fabian (9) den Küchenjungen bei „Dornröschen“ spielt – an der Seite der kurzfristig eingesprungenen Margarete Lutz aus Dennach. Rechts um die Ecke treiben „Max und Moritz“ ihren Schabernack mit Onkel Fritz, links stibitzt Pumuckl seinem Meister Eder die Wurst vom Brett. Seit Jahren sind Ulrich Kurrle und sein Sohn Philip aus Kieselbronn in diesen Rollen zu sehen.

Auch bei „Schneeweißchen und Rosenrot“ schauspielert ein Vater mit dem Sohn – Thomas Reimann als Bär und Julius (10) als Zwerg. Jonas (16) aus Dietenhausen spielt mit seinen Schwestern Jacqueline (25) und Jenny (18) das schon lange nicht mehr dargestellte Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. „Wir wollten als Familie etwas zusammen machen“, erzählen die Geschwister, die den Andersen-Klassiker selbst vorgeschlagen haben. Und weil sie daheim sogar zu elft sind, spielen noch weitere Geschwister mit, einer bei „Schneewittchen“ und drei bei „Rumpelstilzchen“.

Mit Wasserspritzpistolen mischen sich indes Charlotte (10) und ihre Cousine Johanna (9) als Till Eulenspiegel und „Till Junior“ unter die Leute und machen sie nass. Die älteren Märchenspieler besuchen zum Spaß auch mal ihre Nachbarn: Da klatscht sich die Hexe von „Hänsel und Gretel“ – kein anderer als Urgestein Karl-Heinz Ochner – mit mutigen Kindern ab, aber auch mit Hans-Peter Greul als singender Bär Balu. Dieser tanzt mit den Gesellen vom „Dschungelbuch“ bei den Räubern der „Bremer Stadtmusikanten“ auf und um den Tisch.

Die neue Musikergruppe sorgt mit „Die Affen rasen durch den Wald“ oder „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ für Stimmung, verschenkt zudem Bananen. Sophia (8) gefällt das. Sie ist mit Schwester Franziska (6) und Oma Ilse Haugstetter aus Gräfenhausen unterwegs und meint: „Die sind so lustig und machen immer Musik.“