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24.02.2017

Einstimmiges „Ja“ zum größten Etat in der Geschichte Wurmbergs.

Der Haushalt für das laufende Jahr der Gemeinde Wurmberg ist ein Rekord: Zum ersten Mal überschreitet er die Grenze von zehn Millionen Euro.

Am Donnerstag verabschiedeten die Gemeinderäte den rund 10,2 Millionen Euro schweren Etat einstimmig und ohne Diskussionen. Rund 7,1 Millionen Euro davon entfallen auf den Verwaltungs-, rund 3,1 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt.

Die Gemeinde will viel investieren: Für 800 000 Euro soll die Erweiterung des Gewerbegebiets Dachstein erfolgen. 500 000 Euro lässt Wurmberg sich den sozialen Wohnungsbau kosten.

Viel Geld muss hier für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen eingerechnet werden. „Ob wir das Geld brauchen werden, hängt stark von den Verhandlungen mit dem Enzkreis ab“, erklärte Wurmbergs Bürgermeister Jörg-Michael Teply. Konkret gehe es um die vom Enzkreis in der Öschelbronner Straße gebauten Wohncontainer, die die Gemeinde Wurmberg zur Anschlussunterbringung mieten oder kaufen könnte.

„Ich bin immer noch der Meinung, dass auch eine Anmietung möglich sein muss – und zwar auch nur von Teilen der Anlage“, machte Teply deutlich. Er wolle nicht das alleinige Kostenrisiko im Falle einer Unter- oder gar Nichtbelegung der Container tragen. Weiter sieht Teply das Land Baden-Württemberg in der Pflicht, die damals von der Gemeinde getragenen Kosten zur Gestaltung des Grundstücks in Höhe von 200 000 Euro zu erstatten.

Große Investitionen

140 000 Euro sind im aktuellen Haushalt für das „Betreute Wohnen Uhlandstraße“ eingeplant. Die Einrichtung schräg gegenüber des Rathauses wird gerade gebaut und soll im Frühjahr 2018 bezugsfertig sein. 130 000 Euro fließen in den Bau weiterer Parkplätze im Gewerbegebiet Dachstein. Jeweils 100 000 Euro investiert Wurmberg in die Feldwegsanierung, den Bau eines Leitungsnetzes zur Nahwärmeversorgung, den Grunderwerb sowie in die Planung eines Neubaugebietes und die Weiterentwicklung des ehemaligen Feuerwehrhauses.

Die Gemeinde hat sich viel vorgenommen für das laufende Jahr, eine Kreditaufnahme ist dennoch nicht geplant. Verschuldet ist Wurmberg noch mit rund 830 000 Euro, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 262 Euro zum Ende des Jahres. Kein Grund zur Sorge für Bürgermeister Jörg-Michael Teply, der mit Blick auf die Rücklagen der Gemeinde sagt: „Mit 5,6 Millionen Euro auf der hohen Kante sind wir faktisch weiterhin schuldenfrei.“

Allerdings: Dieses Finanzpolster werde in den kommenden Jahren dringend gebraucht. Bis zum Jahr 2020 würden rund drei Millionen Euro aus den Rücklagen benötigt für Investitionen wie den Breitbandausbau oder die Sanierung der Garten- und Blumenstraße, inklusive Wasser- und Abwasserleitungen.

Teplys Rat für die Zukunft: „Wir tun gut daran, bei unseren Finanzen einen klaren Kopf zu bewahren. Lassen sie uns gemeinsam an einem Strang in die richtige Richtung ziehen.“