nach oben
Viel zu tun hatten die Winterdienste in der Region. Die Straßen waren aber meistens noch ordentlich befahrbar. © Ketterl
12.01.2013

Einzelne schwere Unfälle, aber kein Blechschaden-Chaos in der Region

Der Schneefall in der Nacht auf Samstag, der sich in der Region um Pforzheim auch in den Vormittagsstunden hingezogen hat, sorgte für glatte Straße und mehrere schwere Verkehrsunfälle zum Teil mit Überschlägen, eingeklemmten Mitfahrern, Abstürzen und Schwerverletzten. Aber: Das große Blechschadenchaos mit Daueralarmierungen der Rettungskräfte und Unfallautos an der zweiten Kreuzung ist bislang noch ausgeblieben. Auch die Straßen sind am Nachmittag in tieferen Lagen gut befahrbar gewesen.

Bildergalerie: In Pforzheim kehrt der Schnee zurück

Umfrage

Sind Sie vom Schnee und seinen Folgen überrascht worden?

Ja 7%
Nein 88%
So zwischendrin 5%
Stimmen gesamt 446

Die PZ- und TV-BW-Kollegen Gerhard Ketterl, Thomas Meyer und Dustin Waters, die nachts und tagsüber fotografierend und filmend unterwegs waren, mussten selbst erleben, wie glatt und gefährlich es auf einigen Abschnitten war. Vor allem ging es etwas langsamer als sonst zum Einsatzort. Am frühen Nachmittag konnte man zwar in der Pforzheimer City nicht mehr viel vom Schnee auf den Straßen sehen, doch in schattigen, zugigen Ecken im ganzen Enzkreis konnte es plötzlich glatt werden und zu Rutschpartien kommen.

Bildergalerie: Auto schleudert von B294 aufs Gleisbett

Die Menge an Unfällen sei aber für einen Schneeeinbruch nicht besonders auffällig, heißt es bei Polizei und Feuerwehr Pforzheim. Von einem Schneechaos könne man nicht reden. Dafür gab es Unfälle, bei denen sich Autos überschlagen haben, ohne dass es zu schweren Verletzungen kam, während andere Schleudertouren und Zusammenstöße schlimmere Folgen hatten.

Bildergalerie: Schleudertour bei Schnee endet mit Frontalcrash

Bildergalerie: Auto schleudert gegen Baum: Beifahrer stirbt

Zu schnell auf zu glatter Straße unterwegs war wohl der 26-jährige Fiat-Fahrer, der auf der B294 bei Birkenfeld die Leitplanke durchbrach und mehrere Meter tief auf das Bahngleis stürzte und sich dabei schwer verletzte. Auf schneenasser Fahrbahn ist eine Autofahrerin zwischen Illingen und Ensingen ins Schleudern gekommen. Dabei krachte sie um 11.30 Uhr in den Gegenverkehr und wurde schwer verletzt. Die Feuerwehren aus Illingen und Vaihingen/Enz mussten eine eingeklemmte und zwei im Autowrack eingeschlossene Personen retten.

Ob Straßenglätte bei dem tödlichen Unfall am Pforzheimer Kupferhammer eine Rolle gespielt hat, muss erst noch untersucht werden. Ein Renault mit vier Mitfahrenden im Alter von 18 bis 20 Jahren war durch ein Metallgeländer gekracht und dann gegen einen Baum geprallt. Der 19-jährige Beifahrer kam dabei zu Tode. Beide Unfälle, die tödlich endende Fahrt gegen einen Baum und der Absturz aufs Gleis, passierten so gegen 4.45 Uhr.

Acht Stunden danach krachte es zum Beispiel zweimal in kurzer Folge zwischen 12.39 und 13.08 Uhr am Ersinger Kreuz in Richtung Ersingen und in Richtung Wilferdingen. Die Feuerwehren von Kämpfelbach und Remchingen waren hier im Einsatz.

Für die Winter- und Streudienste wurde es zum ersten Mal in diesem Jahr richtig ernst. Ersten Informationen nach waren die Straßen weitgehend befahrbar. Auf den Höhenlagen mussten die Anwohner zur Schneeschaufel greifen. Eine richtig dicke Schneedecke aber gab es noch nicht.