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Begrenzt: 2,3 Meter breit und 3,4 Meter hoch dürfen Fahrzeuge höchstens sein, die durch die Bahnunterführung ins Königsbacher Wohngebiet „Im Steidig“ gelangen wollen. Eine andere Zufahrt gibt es nicht, beklagt Anwohner Harald Rietz. Foto: Falk
Begrenzt: 2,3 Meter breit und 3,4 Meter hoch dürfen Fahrzeuge höchstens sein, die durch die Bahnunterführung ins Königsbacher Wohngebiet „Im Steidig“ gelangen wollen. Eine andere Zufahrt gibt es nicht, beklagt Anwohner Harald Rietz. Foto: Falk
Zerkratzt: An der Tunneldecke ist schon so manches zu hohes Fahrzeug entlanggeschrammt. Foto: Falk
Zerkratzt: An der Tunneldecke ist schon so manches zu hohes Fahrzeug entlanggeschrammt. Foto: Falk
Verewigt: Spuren hinterlassen hat hier wohl ein landwirtschaftliches Fahrzeug, das bei der Fahrt durch den Tunnel mit seiner Strohladung hängenblieb. Foto: Falk
Verewigt: Spuren hinterlassen hat hier wohl ein landwirtschaftliches Fahrzeug, das bei der Fahrt durch den Tunnel mit seiner Strohladung hängenblieb. Foto: Falk
23.07.2017

Einzige Zufahrt in Königsbacher Wohngebiet ist ein Ärgernis

Königsbach-Stein. Wer mit dem Auto ins Königsbacher Wohngebiet „Im Steidig“ gelangen will, muss wachsam fahren. Denn in das Viertel führt nur ein enger Bahntunnel. 3,4 Meter hoch und 2,3 Meter breit dürfen Fahrzeuge höchstens sein, um die Unterführung zu passieren. Kein Zustand, findet Anwohner Harald Rietz. Der Maschinenbautechniker wohnt seit 35 Jahren im Steidig. Angefangen, sich so richtig mit der Zufahrt zu seinem Zuhause zu befassen, hat er vor einem Jahr.

Zu eng, zu niedrig, zu gefährlich für Fußgänger und Radfahrer, klagt Rietz an. „Ein Feuerwehrfahrzeug oder die Müllabfuhr dürften eigentlich gar nicht durchfahren“, sagt der Anwohner. Auch der Gehweg – nur auf einer Seite des Tunnels vorhanden – ist ihm ein Dorn im Auge. „Erst letztens habe ich eine Großmutter mit ihrem Enkelkind durch die Unterführung laufen sehen“, erzählt der 50-Jährige. Damit das Kind sicher auf dem Gehweg unterwegs sein konnte, hätte die ältere Frau auf der Straße gehen müssen. Nur 90 Zentimeter sei der Gehweg breit – problematisch auch für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer, meint Rietz. Der verärgerte Anwohner will nun eine Bürgerinitiative für einen neuen Tunnel gründen. Rückmeldungen aus der Nachbarschaft hätten gezeigt, dass auch andere Familien in dem Wohngebiet nicht glücklich mit der Zufahrt seien. Erst neulich hätten frisch Zugezogene sich mit dem Möbellieferanten streiten müssen, da der mit seinem Transporter nicht durch den Tunnel fahren wollte.

Nichts Außergewöhnliches

Harald Rietz hat Sorge, dass die Anwohner im Steidig von der Außenwelt abgeschnitten wären, sollte einmal etwas mit dem Tunnel sein. Eine andere offizielle Zufahrt gebe es nicht, nur der Weg durch den Wald sei noch möglich.

Oliver Müller, Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamts beim Enzkreis, gibt Entwarnung: „Dass es zu einem Wohngebiet nur einen Zugang gibt, ist nichts Außergewöhnliches.“ Dennoch habe man beim Landratsamt den Hinweis von Harald Rietz ernst genommen und sich die Situation vor Ort angeschaut. „Bisher haben wir keine Probleme mit dem Tunnel zu Ohren bekommen“, so Müller weiter: „Die Durchfahrt ist für jeden ersichtlich mit einer gewissen Herausforderung verbunden.“ In dem Tunnel ist zwar Tempo-50 erlaubt, ein schnelles Durchfahren sei aber nicht möglich, da mit Gegenverkehr oder Fußgängern zu rechnen sei.

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