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Viel Durchgangsverkehr gibt es auf der Landesstraße in Eisingen. Foto: Martin Schott
Viel Durchgangsverkehr gibt es auf der Landesstraße in Eisingen. Foto: Martin Schott
12.05.2016

Eisingen ist dem Lärm auf der Spur

Die Gemeinde Eisingen ist ein schöner Ort, in dem es sich gut wohnen und leben lässt. Jedenfalls aufs Ganze gesehen. Entlang der überörtlichen Durchfahrtsstraßen ist das Wohnvergnügen durch die erhebliche Verkehrsbelastung allerdings teilweise deutlich eingeschränkt. Vor allem betrifft dies die Steiner Straße (Landesstraße 621):

Sie muss ab dem Kreuzungspunkt Rathaus neben dem Verkehr der Pforzheimer Straße (ebenfalls L 621) auch noch den gesamten Verkehr der einmündenden Talstraße (Kreisstraße 4530) aufnehmen. Unter den Kraftfahrzeugen finden sich dabei viele Lastkraftwagen. Seit Jahren beschäftigt das Thema „Verkehrslärm“ den Gemeinderat.

Nun soll ein Aktionsplan Maßnahmen zur Lärmminderung zu ermitteln. Den Auftrag zu einer solchen „Lärmaktionsplanung“ hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig an das Ingenieurbüro für Verkehrswesen Köhler und Leutwein aus Karlsruhe zum Angebotspreis von 5400 Euro netto vergeben. Verwaltung und Gemeinderat sehen dies als einen wichtigen Schritt, um in Sachen „Lärmschutz“ vor allem an der Steiner Straße voranzukommen. Über Jahre hinweg schien dies aussichtslos, es schien am erforderlichen hohen Verkehrsaufkommen zu fehlen. Die „gefühlten“ Fahrzeugzahlen waren höher als die ermittelten, die unter der „magischen“ Grenze von 8200 pro Tag lagen.

Allerdings resultierten diese Werte nicht aus tatsächlichen Zählungen, sondern aus Hochrechnungen der Verkehrsmenge aus verschiedenen stationären Messpunkten außerhalb geschlossener Ortschaften. Man blieb in Eisingen deshalb am Ball, setzte gemeinsam mit dem Landratsamt eine tatsächliche Zählung vor Ort durch, und siehe da: Jedenfalls in der Steiner Straße fahren täglich mehr als 8200 Fahrzeuge. Ein schalltechnisches Gutachten wurde nun vorgestellt. Da die Werte zum Teil sehr hoch sind, „ist die Gemeinde gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zur Lärmminderung zu ergreifen“, macht Bürgermeister Thomas Karst deutlich.