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Unter der Leitung von Alexander Weber (Mitte) glänzt das Große Blasorchester bei seinem Jahreskonzert. Für den Orchesterleiter ist es das Abschiedskonzert. martin schott
Unter der Leitung von Alexander Weber (Mitte) glänzt das Große Blasorchester bei seinem Jahreskonzert. Für den Orchesterleiter ist es das Abschiedskonzert. martin schott
25.11.2015

Eisinger Musikverein spielt bei Jahreskonzert Stücke aus den USA

Das Jahreskonzert des Großen Blasorchesters des Musikvereins Eisingen ist die Krönung der musikalischen Arbeit der zurückliegenden zwölf Monate. Mit seinem jetzigen „Jahreskonzert 2015“ ist dem Blasorchester unter der Leitung von Alexander Weber ein großer Wurf gelungen. Rund 300 Besucher feierten in der voll besetzten Bohrrainhalle Orchester und Dirigenten.

In Noten über den Atlantik nach Amerika begab sich das Orchester, um musikalisch Kunde zu bringen „Aus der Neuen Welt“, so das Konzertmotto, das sich den Untertitel von Antonín Dvoráks Symphonie Nummer neun in e-Moll zueigen machte. Dieses wohl populärste Werk des tschechischen Komponisten machte auch den Auftakt des Konzertabends, der von den Instrumentalisten ganzen Einsatz erforderte.

Denn das Orchester hatte sich zur Aufgabe gemacht, die gesamte Symphonie mit ihren vier Sätzen Adagio (Allegro molto), Largo, Scherzo (Molto vivace) und Allegro (con fuoco) zur Aufführung zu bringen. Das bedeutet mehr als 40 Minuten konzentrierte Arbeit am Stück mit musikalischem Material, das auch für ein versiertes Orchester wie das des Eisinger Musikvereins nicht alltäglich ist. Diffizile Einsätze und Durchgänge wurden mit einem Höchstmaß an Präzision gemeistert. Der so gebotene Musikgenuss entlockte dem Publikum Beifallsstürme.

Nach der neunten Symphonie ging es mit der musikalischen Reise durch die USA weiter. Als erstklassiger Conférencier führte Axel Schöner durch das Konzert. Angesichts des nicht enden wollenden Beifalls schloss dieses natürlich nicht mit der regulären Programmfolge. Zahlreiche Zugaben wurden gegeben, darunter „The Typewriter“ von Leroy Anderson, und mit „Stars and Stripes Forever“ ein weiterer mitreißender Klassiker aus der Feder von John Philip Sousa, Schöpfer zahlreicher mitreißender und bis heute populärer Märsche.