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Über weitere Unterstützung von Sponsoren und möglichen Fahrern würden sich die Mitglieder des Remchinger Bürgerbus-Arbeitskreises freuen, die demnächst einen Verein gründen wollen. Foto: Zachmann
Über weitere Unterstützung von Sponsoren und möglichen Fahrern würden sich die Mitglieder des Remchinger Bürgerbus-Arbeitskreises freuen, die demnächst einen Verein gründen wollen. Foto: Zachmann
15.08.2018

Elektrobus im Visier: Remchinger Bürgerprojekt kommt ins Rollen

Remchingen. Strecke frei für den „Remchinger“: Der lange gewünschte Bürgerbus, der auch abgelegenere Wohnviertel mit zentralen Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Friedhöfen, sozialen Treffpunkten und der Bahn verbinden soll, könnte ab kommendem Frühjahr seine Runden drehen.

Nachdem der Bürgerverein für mehr Demokratie und Bürgerbeteiligung sowie die Remchinger CDU-Gemeinderatsfraktion mit ihren ersten Anläufen das Busprojekt ins Rollen brachte, erarbeitet eine offene Gruppe engagierter Interessierter, darunter auch Rathausmitarbeiter, unabhängig von der Vereins- oder Parteizugehörigkeit, immer konkretere Pläne.

Bereits jetzt engagieren sich Bürger der vier Ortsteile zum Wohle aller. Und auch beim späteren Einsatz soll der Bus nicht nur Menschen und Ziele, sondern auch die Mitfahrer untereinander verbinden. Eine Route mit 24 Haltestellen, sechs davon gemeinsam mit dem ÖPNV, hat Wolfgang Muff-Hohmann erarbeitet: „Die Haltepunkte sind mit maximal 300 Metern Fußweg von zu Hause aus zu erreichen“, verdeutlichte der ehemalige Leiter eines Ingenieurbüros. „Dabei sind die einzelnen Punkte noch flexibel, sodass wir sie nach einem halben Jahr Probefahrt je nach Erfahrungswerten auch noch verlegen können.“

Pro Route rechnet das Team momentan mit einer Fahrzeit von etwa zwei Stunden: „Ob es am Ende nicht auch schneller geht, wird sich in der Praxis zeigen.“ Damit sind zwei Touren am Vormittag und zwei am Nachmittag möglich, ein ehrenamtlicher Fahrer soll maximal einen halben Tag lang zum Einsatz kommen.

Um umweltfreundlich durch die Gemeinde zu kurven, konnte Kurt Hammel den Arbeitskreis von der Anschaffung eines maßgeschneiderten Elektrobusses überzeugen, der in der Anschaffung etwa 70.000 Euro kosten soll. Eine Modellbesichtigung des Neunsitzers sei noch diesen Sommer geplant. Zur Finanzierung sollen neben Zuschüssen auch Sponsoren die Möglichkeit bekommen, Werbeflächen zu mieten. Wenn sich die Herstellung verzögere, will man zur Überbrückung am Anfang ein Autogasfahrzeug einsetzen.

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