nach oben
In Lehningen gab es einen elfstündigen Stromausfall. Das heißt unter anderem: Die Kühlschränke wurden warm und der Fernseher blieb aus.
In Lehningen gab es einen elfstündigen Stromausfall. Das heißt unter anderem: Die Kühlschränke wurden warm und der Fernseher blieb aus. © dpa
06.09.2010

Elf Stunden Stromausfall lähmt Lehninger Alltagsleben

TIEFENBRONN-LEHNINGEN / ENZKREIS. Rasen mähen, kochen, gemütlich Fernsehen: All das ist am vergangenen Samstag in Lehningen nicht möglich gewesen. Da fiel nämlich von 13 bis fast 24 Uhr der Strom aus. Wie die EnBW Regional AG der PZ bestätigte, war Lehningen elf Stunden lang nicht ans Stromnetz angebunden.

Andere Orte im Enzkreis waren zwar auch von dem Ausfall betroffen, jedoch wesentlich kürzer als der Tiefenbronner Ortsteil: Neuhausen-Schellbronn und Hamberg sowie Steinegg hatten gute zwei Stunden bis 15 Uhr keinen Strom.

Kabel beschädigt

Der Grund für den Ausfall war ein kaputtes 20.000-Volt-Kabel in Merklingen: Ein Bagger hatte es beim Umbau der Transformatorstation beschädigt. Das löste einen Erdschluss aus. Durch diesen Erdschluss und durch Defekte an zwei Mittelspannungskabeln auf den Strecken zwischen den Umspannstationen „Kiefernpfad“ und „Wellenbad“ in Schellbronn und den Umspannstationen „Am Büchelberg“ und „Talstraße“ in Lehningen kam es zu einem sogenannten Mehrfacherdschluss, der um 12.37 Uhr die Versorgungsunterbrechung in Weil der Stadt-Merklingen, Neuhausen und Tiefenbronn auslöste.

Während Merklingen bereits nach 17 Minuten wieder am Netz war, kam es beim Wiederzuschalten in der Umspannstation „Jost“ in Lehningen an einem kaputten Schalter zu einem kleinen Schmorbrand, der die Schaltanlage zerstörte. Die Feuerwehr löschte diesen Brand jedoch schnell.

Nachdem Schellbronn, Hamberg und Steinegg bereits nach wenigen Stunden wieder vollversorgt waren, mussten die Lehninger noch bis Mitternacht warten. Erst dann war das defekte Mittelspannungskabel repariert.