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Das Ergebnis der Baumaßnahme am Arnbach begutachten (von links) Axel Frey vom Landratsamt, Bauamtsleiter Michael Mühlen, Schultes Steffen Bochinger und Harald Kreutz vom beauftragten Ingenieurbüro. Foto: Roller
Das Ergebnis der Baumaßnahme am Arnbach begutachten (von links) Axel Frey vom Landratsamt, Bauamtsleiter Michael Mühlen, Schultes Steffen Bochinger und Harald Kreutz vom beauftragten Ingenieurbüro. Foto: Roller
29.09.2017

Ellmendinger Arnbachmauer umfassend saniert

Keltern-Ellmendingen. Nicht nur schön anzusehen, sondern auch viel günstiger als erwartet ist die Sanierung der Mauer am Ellmendinger Arnbach geworden. Gekostet hat das aufwendige Bauvorhaben nämlich nur knapp 300 000 Euro: nicht mal die Hälfte dessen, was man ursprünglich vermutet hatte. Für Bürgermeister Steffen Bochinger ein großer Erfolg. Das Verfahren zur Sanierung der Mauer sei bereits seit 2013 am Laufen gewesen. „Aber jede diskutierte Variante hat mehr Fragen aufgeworfen als Lösungen gebracht.“

Die rettende Idee hatte schließlich Michael Mühlen, der Ende 2016 als Bauamtsleiter nach Keltern kam. Er kannte eine Firma aus der Nähe von Darmstadt und deren patentiertes Verfahren, das es erlaubte, aus der vorhandenen Natursteinmauer einen „einheitlichen, monolithischen Körper“ zu machen.

Das Zusammenspiel der Baufirma mit den Anwohnern habe gut geklappt, erzählte Bochinger. „Die Bauarbeiter haben sogar Kaffee und Kuchen bekommen.“ In der neuen Mauer sei Dank kleiner Senkbohrungen auch an die Eidechsen gedacht. Der Eingriff in das Gewässer sei minimal gewesen, sagte Axel Frey vom Umweltamt des Enzkreises. Er könne sich daher gut vorstellen, das Verfahren in ähnlichen Fällen wieder ins Spiel zu bringen.

Nötig geworden war die Sanierung der Arnbachmauer unter anderem, weil das Hochwasser von rund vier Jahren starke Schäden angerichtet hatte. Die neue Mauer soll einem hundertjährlichen Hochwasser standhalten können.

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