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Auch das Publikum meldete sich zu Wort: Anja Schramm (vorne mit Mikro) plädierte bei der Ratssitzung in der Mehrzweckhalle vehement für den Erhalt der Ellmendinger Grundschulschule. Zahlreiche Redner nach ihr sahen das genauso. Foto: Marx
Auch das Publikum meldete sich zu Wort: Anja Schramm (vorne mit Mikro) plädierte bei der Ratssitzung in der Mehrzweckhalle vehement für den Erhalt der Ellmendinger Grundschulschule. Zahlreiche Redner nach ihr sahen das genauso. Foto: Marx
09.11.2016

Eltern bei Schule gefragt - Beschluss zum Standort Ellmendingen soll Sommer 2017 fallen

Mehrheit im Kelterner Gemeinderat vertagt Entscheidung. Beschluss zum Standort Ellmendingen soll nun bis zum Sommer 2017 fallen.

Vertagt hat der Kelterner Gemeinderat am Dienstagabend mit 9:3 Stimmen bei drei Enthaltungen die Entscheidung zum Grundschulstandort Ellmendingen. Das Votum sorgt dafür, dass eine bereits Jahre lang geführte Grundsatzdiskussion erneut ein Jahr länger geführt werden wird. Bürgermeister Steffen Bochinger unterstrich, dass die Verwaltung auf einem verbindlichen Zeitfahrplan bis zum Sommer 2017 bestehe, um endlich zu einer Entscheidung zu gelangen. Aufgrund des Publikumsinteresses war die Sitzung bewusst vom Ellmendinger Bürgersaal in die Mehrzweckhalle verlegt worden. Und der Zuspruch sowie die Meinungsäußerungen aus dem Publikum ließen rasch erkennen, dass der Erhalt der Ellmendinger Schule vielen Eltern ein Herzensanliegen ist. Wobei es nicht nur um die Eltern aus Ellmendingen, sondern auch die aus Dietenhausen, Niebelsbach und Weiler gehe. Ein Teilnehmer forderte einen Bürgerentscheid, wenn der Gemeinderat die Schule in Ellmendingen schließen sollte.

Bereits bei den Fragen aus der Bevölkerung zu Beginn der Sitzung beherrschte das Thema die Ratssitzung. Beim eigentlichen Tagesordnungspunkt unterstrich Bürgermeister Bochinger, dass die Verwaltung auf eine Zentralisierung der beiden Kelterner Grundschulstandorte in Dietlingen abziele. Kämmerer Frank Kern unterstrich das Bemühen der Verwaltung, in den zurückliegenden Wochen viele Argumente aus der Bevölkerung zusammenzutragen, um sie auf der Sitzung vorstellen zu können. Gleichwohl hätten sich die Eltern eine effektivere Mitwirkung gewünscht. Dies war der Ausgangspunkt für Dieter König (SPD) überraschend einen Antrag zur Geschäftsordnung einzubringen, dem dann auch umgehend stattgegeben wurde. Zum Verdruss einer Ratsminderheit. Aus dem Publikum gab es für Königs Vorstoß Vertagungsvorstoß hingegen lauten und langanhaltenden Beifall. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.