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Stehen in den Startlöchern: Die Vorstandsmitglieder (von links) Dominique Roller, Christin Grüne, Anja Schramm, Kirsten Krämer und Irina Berns. Roller
Stehen in den Startlöchern: Die Vorstandsmitglieder (von links) Dominique Roller, Christin Grüne, Anja Schramm, Kirsten Krämer und Irina Berns. Roller
20.03.2016

Eltern wollen mitreden: Kritik an unübersichtlichen Kindergartengebühren

„Die Zukunft unserer Kinder mitgestalten“ – das ist das Ziel des Vereins „Eltern für Keltern“, den es seit vergangenem Jahr gibt. Hervorgegangen aus einer Bürgerinitiative bezüglich der Kindergartengebühren, setzt er sich für eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung und Freizeitgestaltung in der Gemeinde ein. Die fünf Vorstandsmitglieder Christin Grüne, Dominique Roller, Anja Schramm, Kirsten Krämer und Irina Berns sind gleichberechtigt und decken je einen Zuständigkeitsbereich ab. „Bei uns steht das gemeinsame Arbeiten im Mittelpunkt“, sagte Grüne. Für diese Arbeit möchte der Verein in Zukunft noch mehr interessierte Eltern gewinnen.

Bei einer jüngst stattgefundenen Informationsveranstaltung erfuhren gut 20 vorwiegend weibliche Bürger unter anderem, dass der Verein beim Thema Kalkulation der Kindergartengebühren Verbesserungsbedarf sieht. Hier wünsche man sich mehr Transparenz und Übersichtlichkeit, meinte Dominique Roller. Man habe zwar bereits erreicht, dass es keine pauschale Erhöhung der Gebühren mehr geben wird und dass nicht mehr an einer festen Quote der Elternbeiträge als Beteiligung an den Gesamtkosten festgehalten wird. Dennoch sei das System unübersichtlich. Das führe dazu, dass man die Gebühren schlecht mit denen anderer Gemeinden vergleichen kann.

Christin Grüne legt Wert darauf, dass ihr Verein an einer konstruktiven Zusammenarbeit der einzelnen Akteure interessiert ist. Es gehe nicht darum, zu kritisieren, sondern gemeinsam gute Lösungen zu finden. Eine Möglichkeit dazu sieht man zum Beispiel in einem Gesamtelternbeirat für alle neun Kindergärten der Gemeinde. „Das könnte die Kommunikation erleichtern und die Einbindung der Eltern verbessern“, meinte Kirsten Krämer.

Erhalt der Grundschule

Der Verein setzt sich auch dafür ein, dass das Schul- und Kindergartenangebot in seiner bisherigen Form erhalten bleibt. Dabei hat man vor allem die Grundschule in Ellmendingen im Blick. Auch wenn noch nichts offiziell sei, gebe es Überlegungen, diesen Standort zu schließen. Ein Wegfall könne dazu führen, dass die Schulwege deutlich länger werden. Außerdem rechnet man mit Folgen auf Vereine und Unternehmen vor Ort und fürchtet, der Ortsteil Ellmendingen könne für Familien mit Kindern an Attraktivität verlieren. „Lasst die Grundschule im Dorf“, lautete Anja Schramms Appell an Gemeinderat und Bürgermeister.

Um die Eltern in der Gemeinde auf dem Laufenden zu halten, hat der Verein eine eigene Webseite geschaltet. „Eltern für Keltern“ habe auch viele Ideen, mit denen man das Gemeindeleben bereichern will, sagt Grüne. So könne man sich zum Beispiel vorstellen, zusammen mit den Kindergärten Präventionsangebote auf die Beine zu stellen.

www.elternfuerkeltern.de