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An diesem mit Sendeantennen gespickten Strommasten oberhalb von Ispringen endet  bisher die Hochspannungsleitung aus Birkenfeld. Ein Näherrücken der neuen Trasse  Richtung Ötisheim will Ispringen nicht hinnehmen.
An diesem mit Sendeantennen gespickten Strommasten oberhalb von Ispringen endet bisher die Hochspannungsleitung aus Birkenfeld. Ein Näherrücken der neuen Trasse Richtung Ötisheim will Ispringen nicht hinnehmen. © Schott
07.10.2011

EnBW-Pläne versetzen Ispringer Gemeinderat in Hochspannung

ISPRINGEN Angst vor Elektro-Smog haben so manche Anwohner in Ispringen. Hintergrund: Die EnBW arbeitet an Plänen für eine neue Hochspannungsleitung. Das Energie-Unternehmen sieht eine Variante vor, die Verwaltung und Gemeinderat ablehnen, weil Wohngebiete massiv betroffen wären.

Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens für den Neubau einer 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung war Ispringen zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Dazu wurden von der EnBW-Regional AG drei Planungsvarianten mit den Bezeichnungen „Rot“, „Blau“ und „Grün“ vorgestellt. Die Variante „Blau“ beträfe zwei Ispringer Wohngebiete ganz besonders. Das ist vor allem das Wohngebiet „Mahler“, dessen obere Wohngebäude in den unmittelbaren Bereich dieser Hochspannungsleitung kämen. Auch an das Wohngebiet „Hungerberg“ mit Uhland-, Hebel- und Schillerstraße würde die Trasse nahe heranrücken. Beide Wohnbereiche sind bereits jetzt durch den Autobahnlärm stark beeinträchtigt.

Unter der Leitung von Vizebürgermeister Wolfgang Ballarin hielt deshalb der Gemeinderat „blau“ für keine gute Variante und lehnte diesen Trassenentwurf nach zahlreichen Diskussionsbeiträgen ab. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Bedenken des Gemeinderates mit ausführlicher Begründung dem Regierungspräsidium Karlsruhe als Verfahrensträger mitzuteilen.