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Gratulation nach der Vereidigung: Engelsbrands neuer Bürgermeister Thomas Keller (rechts) mit seinem Stellvertreter Artur Beffert. Foto: Meyer
Gratulation nach der Vereidigung: Engelsbrands neuer Bürgermeister Thomas Keller (rechts) mit seinem Stellvertreter Artur Beffert. Foto: Meyer
16.05.2018

Engelsbrand hat wieder einen Rathauschef: Thomas Keller startet

Engelsbrand. Fast exakt zwei Monate nach seinem klaren Sieg bei der Bürgermeisterwahl in Engelsbrand nimmt Thomas Keller die Amtsgeschäfte im Rathaus auf. Er wünsche ihm viel Energie für die anstehenden Aufgaben, gab ihm Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter Artur Beffert mit auf den Weg. Dann brandete Applaus in der mit rund 170 Besuchern gefüllten Alten Turnhalle auf. Und der Musikverein Engelsbrand ließ mit „Somewhere Over the Rainbow“ die Hoffnung auf eine verheißungsvolle Zukunft anklingen.

Die Latte für den neuen Bürgermeister liegt hoch. Zuletzt hatten mit Frank Kreeb und mit dem neuen Landrat Bastian Rosenau zwei Rathauschefs die Gemeinde dauerhaft geprägt. Daran erinnerten Grußredner wie FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke. Keller übernehme jedenfalls eine völlig intakte Gemeinde.

Auf sehr vertrauter Bühne gratulierte Bastian Rosenau seinem Nachfolger. Der Landrat zitierte Walt Disney: „Wenn du es erträumen kannst, kannst du es tun.“ Das beschreibe gut, wie sich Keller den Bürgern in Engelsbrand, Grunbach und Salmbach im Wahlkampf präsentiert habe. Rosenau sagte Thomas Keller zu, er dürfe auf die selbe Unterstützung von ihm als Vorgänger zählen, wie er selbst das bei Frank Kreeb erlebt habe – und als Landrat bei seinem Vorgänger Karl Röckinger, einem anderen Sohn der Gemeinde.

Der neue Rathauschef bekannte in seiner ersten offiziellen Rede, der Saal habe sich gleich ein paar Grad wärmer angefühlt, als ihm sein ehrenamtlicher Stellvertreter Artur Beffert die anstehenden Aufgaben aufzählte. 107 Tage lang habe Beffert die Amtsgeschäfte zuverlässig wahrgenommen – „ich glaube, er hat wirklich eine Strichliste geführt“, schmunzelte Thomas Keller. Befferts Agenda umfasste das zentrale Feuerwehrhaus, Ortskernsanierung, Verkehrsberuhigung in Salmbach, Ausbau der Eichbergstraße, Breitbandversorgung, Kanalsanierung, Erneuerung der Hallen und vieles mehr. Das sei eine Liste, für die eine achtjährige Amtszeit kaum ausreiche, frotzelte Mönsheims Rathauschef Thomas Fritsch als Sprecher der Bürgermeister.

Für die rund 30 Vereine in der Gemeinde begrüßte Manuel Mürle vom 1. FC Engelsbrand Keller „im Enzkreis ganz oben“. Er wünsche dem Rathauschef, sein neues Amt mutig anzugehen, so Mürle. Außerdem Ideen und Visionen – und ein offenes Ohr für die Vereine. Die seien nämlich ein wichtiger Baustein, mit dem man die Gemeinde gestalten könne. Gottes Segen wünschte der evangelische Pfarrer Kurt Fischer dem neuen Rathauschef im Namen der christlichen Gemeinschaften.

Dass Keller ein glückliches Händchen im Amt hat, glauben anscheinend auch die Musiker. „I’m a Believer“ stimmte der MV Engelsbrand jedenfalls an. Dann skizzierte der frischgebackene Rathauschef seine Vorstellungen von seiner Gemeinde. „Gemeinde bedeutet für mich Gemeinschaft und Gemeinschaft kommt vom Mitmachen“, sagte Thomas Keller. Das werde in Engelsbrand mit großem Engagement gelebt. Das Füreinandereinstehen mache die drei Orte aus. Unterstützen will er das mit halbjährlich stattfindenden Bürgerversammlungen.

Seinen großen Tag begleiteten nicht nur Ehefrau Christine und Töchterchen Laura, sondern auch die Eltern Ursula und Hansjörg Keller. Letzterer hat selbst kommunalpolitische Erfahrung als FDP-Gemeinderat in Mühlacker gesammelt.